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04.03.2009 - 02.04.2009
Rudolf Möller - Expressionist der 'Verschollenen Generation'

Rudolf Möller: Aquarell ohne Titel
Die Ausstellung im Hebelsaal des Museums am Burghof zeigt zwar nur neun Werke als Leihgabe von Giorgio Silzer, dessen Sammlungen in zahl-reichen bedeutenden deutschen Museen zu sehen sind. Doch bereits die Versicherungssumme ist ein Hinweis darauf, dass Möller in den letzten zwei Jahrzehnten als bedeutender deutscher Expressionist entdeckt wurde. Über Jahrzehnte hinweg waren sie wenig beachtet, so auch Rudolf Möller.

Möller, 1881 in Schmiedefeld/ Thüringen geboren, gehört zu den Künst-lern, die immer wieder unter dem Begriff „verschollene Generation“
oder „Expressionisten der 2. Generation“ zusammengefasst werden.

1905 – 1907 studierte er an der Berliner Kunstschule bei Lovis Corinth. 1919 trat er der „Novembergruppe“ bei, einer Vereinigung fortschrittlicher Künstler, die mit dem Sturz der Monarchie einen neuen kulturellen und politischen Aufbruch erhoffte und neue Ausdrucksformen radikal anwenden wollte. Zu ihren Mitgliedern gehörten u.a. Max Pechstein, Georg Scholz, Oskar Schlemmer, Otto Möller, Otto Dix und Conrad Felixmüller. Zwischen 1919 und 1932 präsentierte sich die Gruppe in der jährlichen Großen Berliner Kunstausstellung in einer eigenständigen Abteilung. Die Nationalsozialisten diffamierten ihre Kunst als „entartet“, strichen die Gruppe 1935 aus dem Vereinsregister und entzogen ihr die Rechtfähigkeit.

Rudolf Möller wurde von den Nationalsozialisten aus dem Schuldienst ent-lassen und aus Dresden ausgewiesen. Nach Kriegsende kam er 1945 nach Lörrach und lebte hier bis zu seinem Tod 1967. Nur wenigen Lörra-chern war damals bekannt, welch bedeutender Künstler hier lebte.

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