INTERREG-Projekt „Dreiländermuseum“ gewinnt zunehmend an Dynamik

26.06.2012

INTERREG-Projekt „Dreiländermuseum“ gewinnt zunehmend an Dynamik
Lörrach. Das INTERREG-Projekt „Dreiländermuseum – trinationales Netzwerk für Geschichte und Kultur“ gewinnt an Dynamik. Dies zeigt ein erster Zwischenstand nach einem halben Jahr. Zwei Netzwerke wurden gegründet, die Vorbereitung für die Umbenennung des Museums sind in vollem Gange und laufend reisen Gruppen über die Grenze nach Lörrach, um hier die pädagogischen Angebote des Museums gemeinsam mit Partnern aus dem Nachbarland zu erleben.

Offiziell erfolgt die Umbenennung des Lörracher Museums erst am 21. September. Damit das Museum dann neu auftreten kann, muss aber schon jetzt ein straffer Terminplan eingehalten werden. So müssen Broschüren und Plakate neu gestaltet und verteilt werden. Das neue Logo ist nach umfangreichen Diskussionen bereits gefunden. Es wurde vom Lörrach Grafikbüro unknown entwickelt, das in einem längeren Verfahren unter vier Büros für die Erarbeitung des neuen Auftritts des Museums ausgewählt worden war. Die Ziele, die Mitarbeiter des Museums und Fachbereichsleiter Jochen Schicht für das Logo formulierten, sind klar umgesetzt: Es handelt sich um ein sprechendes Logo, das für die drei Länder am Oberrhein steht, und es macht deutlich, dass deutsch- und französischsprachige Besucher im Museum willkommen sind.

Das Dreiländermuseum wird im Mittelpunkt zweier Netzwerke stehen, deren Aufbau ebenfalls in den vergangenen Monaten bereits weit vorangekommen ist. 56 Vertreter oberrheinischer Geschichtsvereine gründeten am 16. Juni das Netzwerk Geschichtsvereine mit einem Comité trinational. Lörrach spielt für dieses Netzwerk eine zentrale Rolle, denn im Dreiländermuseum befindet sich dessen Geschäftsstelle und von hier aus wird alle vier Monate ein Newsletter versandt. Daneben entsteht ein Ausstellungsnetz oberrheinischer Museen, das 2014 erstmals mit dem Thema „Erster Weltkrieg“ an die Öffentlichkeit geht. Das Ausstellungsnetz wird von Lörrach aus organisiert. Auch hier gab es bereits ein erstes Treffen der bisher beteiligten Museen. Im Juli wird der oberrheinische Museumspass alle 230 Mitgliedsmuseen zur Mitarbeit einladen. Bis zur Arbeitssitzung am 15. Oktober in Lörrach soll die Anzahl der beteiligten Museen festgelegt werden. Die enge Verzahnung zwischen Dreiländermuseum Lörrach und den beiden Netzwerken unterstreicht ein gemeinsamer optischer Aufritt ausgehend vom Logo des Dreiländermuseums.

Das Dreiländermuseum wird durch das INTERREG-Projekt aber auch immer stärker als geeigneter Ort für grenzüberschreitende Begegnungen entdeckt. So verlegte die „Association Eltern Alsace“  erstmals ihre Hauptversammlung ins Ausland: aus dem ganzen Elsass kamen die Vertreter nach Lörrach. Auch immer mehr deutsche und französische Schulklassen reisen zu Partnerschaftstreffen ins Dreiländermuseum. In diesem Frühjahr wurden hier bereits 18 Tagesbegegnungen durchgeführt. Das Rectorat in Straßburg, welches für den Schulunterricht im Elsass zuständig ist, hat mittlerweile beschlossen, sämtliche Buskosten für elsässische Schulklassen für die Anreise nach Lörrach zu übernehmen. Die meisten Besucher der Angebote im Dreiländermuseum kommen erstmals nach Lörrach. Da sich das Museum am Rand der Fußgängerzone befindet, bietet sein Besuch eine geeignete Gelegenheit, auch Lörrachs Innenstadt zu entdecken.

  • Dreiländermuseum
  • Basler Straße 143
  • 79540 Lörrach
  • Téléphone: +49 7621 415-150
  • museum@loerrach.de
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