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Sonderausstellung “Lörrach und der Nationalsozialismus“ geht zu Ende

07.10.2013

Lörrach. Die außerordentlich gut besuchte zeitgeschichtliche Sonderausstellung „Lörrach und der Nationalsozialismus“ im Dreiländermuseum ist nur noch bis zum 13. Oktober zu sehen. Das Interesse der Lörracher Bevölkerung und von Besuchern aus der gesamten Region war anhaltend groß. Immer wieder fanden intensive Gespräche statt. Bevor die Ausstellung am kommenden Sonntag endet, gibt es noch zwei öffentliche Führungen. Wer die Ausstellung in Ruhe besichtigen will, sollte gerade zum Ausstellungsende hin auf andere Öffnungszeiten ausweichen.
Das Interesse war und ist groß an der Geschichte der Stadt Lörrach in der Zeit des Nationalsozialismus. Seit Beginn der Ausstellung Ende April haben fast 9000 Besucher die Ausstellung gesehen. Auch das Angebot, sich mit der Thematik im Rahmen einer Führung näher zu beschäftigen, wurde rege genutzt. Über 160 Gruppen - Erwachsene ebenso wie Schulklassen – meldeten sich an, darunter waren 40 intensive Geschichtswerkstätten. Mehr als 1100 Besucher kamen außerdem zu den ausstellungsbegleitenden Veranstaltungen.

Insbesondere Zeitzeugen hatten das Bedürfnis zu intensiven Gesprächen über die dunkle Epoche unter dem Hakenkreuz. Die Ausstellung im Dreiländermuseum, die Führungen und die Veranstaltungen gaben ihnen dazu ausführlich Gelegenheit. Dort konnten sie ihre Erinnerungen und Erfahrungen einbringen und mit den wissenschaftlichen Forschungsergebnissen in Beziehung setzen. Jüngeren Besuchern gab dies außerdem Gelegenheit, die historische Zeit aus der persönlichen Perspektive der Betroffenen hautnah zu erleben.

Die Zeit des Nationalsozialismus ist zwar eine historische Epoche, dennoch beschäftigt das Thema auch sehr aktuell. So nutzte die Lörracher Polizei die Ausstellung für eine Fortbildung ihrer Mitarbeiter, um zusammen mit Museumsleiter Markus Moehring und Hansjörg Noe über das staatliche Gewaltmonopol zu reflektieren. Ein Blick ins Besucherbuch zeigt Anerkennung und Erleichterung das Projekt. „Eine ‚Gänsehaut-Ausstellung’“, ist dort zu lesen. „Sie berührt und macht eine Zeit deutlich und versucht nichts zu beschönigen“ . Ein anderer Besucher hält fest: „Eine wichtige Ausstellung für Lörrach“.

Noch zwei öffentliche Führungstermine bietet das Dreiländermuseum an, die reguläre letzte Führung am Samstag, 12. Oktober um 15 Uhr und eine zusätzliche Führung wegen der hohen Nachfrage am Sonntag, 13. Oktober ebenfalls  um 15 Uhr. Dafür entfällt am Sonntag die ursprünglich geplante Führung in der Dreiländerausstellung. Wer die Ausstellung in Ruhe besichtigen will, sollte dazu die übrigen Öffnungszeiten wählen.

Die Exponate wandern nach Ende der Ausstellung nun wieder zurück ins Museumsdepot oder ins Stadtarchiv. Wichtige Exponate aus der Museumssammlung können aber auch nach Ausstellungsende online eingesehen werden: auf der Sammlungsdatenbank des Dreiländermuseums unter www.dreilaendermuseum.eu. Auch der im Sommer erschienene Katalog kann weiter zum Preis von 9,80 € erworben werden. Er kam als Nr.18 in der Reihe „Lörracher Hefte“ heraus und enthält die zentralen Texte der Ausstellung und fast 100 Abbildungen. 

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