Grußwort vom Enkel des Bundespräsidenten und Vortrag eröffnen Rahmenprogramm zur Theodor-Heuss-Ausstellung

21. Februar 2014

Lörrach. Der Enkel des ersten Bundespräsidenten, Prof. Ludwig Theodor Heuss, kommt am kommenden Dienstag aus der Schweiz ins Dreiländermuseum, um mit einem Grußwort das Begleitprogramm zur Ausstellung ‚Der schreibende Präsident – Theodor Heuss und die Literatur’ zu eröffnen. Das Veranstaltungsprogramm beginnt mit einem Vortrag von Studiendirektor Volker Habermaier zum Thema ‚Theodor Heuss und das „Dritte Reich“’ am Dienstag, 25. Februar um 19 Uhr im Hebelsaal des Dreiländermuseums.
"Am Ende seines Lebens schrieb der nahezu achtzigjährige Altbundespräsident Theodor Heuss über seine Rolle am Beginn der nationalsozialistischen Diktatur: „Ich wusste schon damals, dass dieses "Ja" nie mehr aus meiner Lebensgeschichte ausgelöscht werden könne.“ Theodor Heuss, seit 1924 mit Unterbrechungen Mitglied des Reichstags, hatte am 23. März 1933 dem „Ermächtigungsgesetz“ der Regierung Hitler zugestimmt, obwohl er mit dem festen Willen, es abzulehnen, in die entscheidende Sitzung gegangen war. Wie das? Ein liberaler Demokrat und ein „Ja“ zu Hitlers Diktatur?
Volker Habermaier, Studiendirektor am Schopfheimer Theodor-Heuss-Gymnasium, versucht zu klären, wie der überzeugte Gegner Hitlers zu seiner Zustimmung kam. Auch das weitere Schicksal des späteren Bundespräsidenten im "Dritten Reich" wird dargestellt - etwa sein Versuch, unter den Bedingungen der NS-Zensur veröffentlichen zu können, oder seine Beteiligung am Widerstand der Attentäter vom 20. Juli 1944."

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Hebelsaal, die Ausstellung ist bereits ab 18:30 Uhr zur Besichtigung geöffnet.

Zum gleichen Thema bietet Volker Habermaier für interessierte Gruppen und Schulklassen auch einen Workshop an. Ein zweiter Workshop zur Ausstellung widmet sich Theodor Heuss und Johann Peter Hebel und wird von Markus Manfred Jung, ebenfalls Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium Schopfheim, angeboten. Beide Workshops können ab sofort gebucht werden.
Bis zum 13. April gibt es weitere öffentliche Veranstaltungen in der Wanderausstellung: Die Theodor-Heuss-Realschule Lörrach gestaltet einen Abend mit Schülerinnen und Schülern zum Namensgeber ihrer Schule, Prof. Karl-Josef Kuschel aus Tübingen liest aus seinem neu erschienenen Buch über Heuss’ Verhältnis zum Judentum und Hebelpreisträger Karl-Heinz Ott trägt aus seinem Werk in der Ausstellung vor – Heuss selbst hat sich intensiv mit Johann Peter Hebel beschäftigt.

Die Begleitbroschüre zur Ausstellung mit allen Veranstaltungen ist erhältlich im Dreiländermuseum oder kann auch unter http://www.dreilaendermuseum.eu/de/Ausstellungen/Sonderausstellungen/Theodor-Heuss abgerufen werden.

  • Dreiländermuseum
  • Basler Straße 143
  • 79540 Lörrach
  • Téléphone: +49 7621 415-150
  • museum@loerrach.de
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