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Hauingerstraße, Baustelle
Hauingerstraße

Frauen mit Mülleimer
Frauen mit Mülleimer

Grundriss

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24.05.2006 - 17.09.2006
ZUHAUSE - 50 Jahre Wohnbau Lörrach

Die Ausstellung „ZUHAUSE – 50 Jahre Wohnbau“ im Museum am Burghof zeigt die Anfänge der Städtischen Wohnbaugesellschaft Lörrach mbH (Wohnbau Lörrach), ihren Wandel in der Zeit und zukünftige Wohnvisionen. Dabei lassen sich allgemein gültige Linien in Architektur, urbanen Entwicklungen und sozialen Veränderungen der letzten 50 Jahre nachzeichnen.


ZUHAUSE


bedeutet für die meisten Menschen mehr als das schiere Dach überm Kopf. Dennoch ist es eine wichtige Voraussetzung, um an einem Ort heimisch zu werden. Dem Zuhause vieler Menschen in Lörrach widmet das Museum am Burghof nun eine Sonderausstellung. Anlass dafür ist der 50. Geburtstag der Wohnbau Lörrach: Sie wurde 1956, der Not gehorchend, von der Stadt und der Sparkasse Lörrach gegründet. Seither hat die Gesellschaft die gebaute Umwelt der Stadt geprägt wie kein ein anderes Unternehmen. Ihre Wohnanlagen bilden den Kern der meisten Siedlungen der Nachkriegszeit und statistisch gesehen wohnt heute jeder sechste Einwohner der Stadt unter einem ihrer Dächer. Ein stetiger Zustrom von Kriegsheimkehrern, Flüchtlingen und ersten Gastarbeitern brachte die Stadt Lörrach in den 50er Jahren an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die Ausstellung erinnert an die Zeit, in der Zwangsbelegung, Wohnraumbewirtschaftung und Behelfswohnungen die gröbste Wohnungsnot linderten.


Bauen was das Zeug hielt


Innerhalb ihrer ersten 20 Jahre stampfte die Wohnbau Lörrach 1.200 Wohnungen aus dem Boden: In der Neumatt, in der Nordstadt, auf dem Salzert und im Teichmattengebiet. Schnell und viel war die Devise. Bewegte Bilder lassen das rasante Flächenwachstum der Stadt Lörrach noch einmal lebendig werden.


Bescheidener Komfort


Eine abgeschlossene Wohnung, ein eigenes Badezimmer und ein zentrales Waschhaus galten in den 60er Jahren als beachtlicher Luxus. ZUHAUSE blickt auf jene Zeit zurück, in der die Wohnungen eng und die Hausarbeit beschwerlich waren, in der tausend Ge- und Verbote das Zusammenleben regelten und ein strenger Hausmeister über deren Einhaltung wachte.


Sozialer Wohnungsbau am Pranger


Äußerlichkeiten interessierten in den Wirtschaftswunderjahren weder den Bauherrn noch die Bewohner. Doch mit steigendem Wohlstand wurden die Menschen selbstbewusster, kritischer und diskussionsfreudiger. Wie überall in Deutschland standen auch in Lörrach die tristen Wohnanlagen des sozialen Wohnungsbaus, namentlich die Teichmattensiedlung, am Pranger. Zahlreiche Zeugnisse belegen, dass das böse Wort vom „asozialen Wohnungsbau“, das ein junger Gemeinderat
1971 vorlaut prägte, nicht aus der Luft gegriffen war.


Mieter werden Kunden


Die öffentliche Schelte markierte einen Wendepunkt in der Unternehmensgeschichte der Wohnbau Lörrach. ZUHAUSE zeigt die vielfältigen Bemühungen der Gesellschaft, die Abwanderung gut situierter Mieter in die Einfamilienhausgebiete am Stadtrand und den sozialen Abstieg einzelner Wohnquartiere aufzuhalten.


Wie viel Wohnung braucht ein Mensch?


Immer weniger Menschen brauchen immer mehr Platz. Die Zahl der Wohnungen wächst, die Zahl der Bewohner darin nimmt kontinuierlich ab. Die Ausstellung dokumentiert diese Entwicklung, die in den 80er Jahren neben anderen Faktoren eine dramatische Wohnungsnot auslöste, am Beispiel alter und neuer Wohnungsgrundrisse.


Die Gesellschaft wird bunter


Die klassische Familie mit zwei Eltern und ein bis zwei oder gar mehr Kindern wird immer seltener. Heute lebt schon fast jeder vierte Mensch als Single, auch Paare wohnen nicht mehr unbedingt unter einem Dach. Daneben entsteht eine bunte Vielzahl immer neuer Lebensentwürfe. Dieser gesellschaftliche Wandel verlangt von einem Unternehmen wie der Wohnbau Lörrach künftig angemessene Antworten.
Parallel zur Ausstellung beschäftigen sich auch Vorträge mit diesem Thema.


Das ZUHAUSE der Mieter


Doch Baugeschichte ist nicht alles: denn was wäre die beste Wohnungsbaugesellschaft ohne ihre Mieter. Wie sieht ihr ganz persönliches ZUHAUSE aus? Wie leben sie in ihrer Wohnung und in ihrem Quartier? Was war und ist ihnen außerhalb ihrer eigenen vier Wände wichtig und wie gestalten sie die nähere Umgebung ihres Heims? Diese und andere Fragen beleuchtet die Ausstellung immer wieder aus einem anderen Blickwinkel.


Kinder-Häuser


Auch unsere jüngeren Besucher werden sicher über die Wohnvergangenheit ihrer Eltern und Großeltern Bauklötze staunen. Wir fragen sie außerdem, wie denn ihr Traumhaus und ihre Stadt der Zukunft aussehen sollten. Als Baumaterial stellen wir dafür haufenweise Legosteine zur Verfügung. Die schönsten Entwürfe werden abwechselnd ausgestellt.

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