Autorenlesung zum Ende der Theodor-Heuss-Ausstellung im Dreiländermuseum

Professor Karl-Josef Kuschel liest im Hebelsaal

4. April 2014

Lörrach. Am kommenden Freitag, 11. April um 19 Uhr liest der renommierte Tübinger Theologe Prof. Karl-Josef Kuschel aus seinem kürzlich erschienenen Buch ‚Theodor Heuss, die Schoah, das Judentum, Israel’ in der Sonderausstellung ‚Der schreibende Präsident – Theodor Heuss und die Literatur’ im Hebelsaal des Dreiländermuseums. Veranstaltet wird die Lesung von Buch-Metzler in Stetten. Die Ausstellung, die auf großes Interesse stieß, endet am 13. April.

Über den ersten Bundespräsidenten ist bereits viel geschrieben und gesagt worden. Doch ein Aspekt seines Lebens und Wirkens ist bislang beinahe unbeachtet geblieben: sein einzigartig freundschaftliches Verhältnis zu vielen jüdischen Zeitgenossen, zum Judentum überhaupt – und insbesondere sein Engagement um eine wahrhaftige Erinnerungskultur und die Aussöhnung mit Israel. Heuss war der Mann, der früh nach dem Krieg das Wort von einer Kollektivscham der Deutschen zu prägen wagte und damit vehement gegen die Rede von einer Kollektivschuld stritt wie auch gegen diejenigen, die schon einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen wollten.
Diese wenig bekannte Dimension in Heuss’ Leben und Werk beleuchtet der 1948 in Oberhausen/Rheinland geborene, emeritierte Professor der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, Karl-Josef Kuschel in seiner Lesung. Kuschel ist stellvertretender Direktor des Instituts für ökumenische Forschung, Mitglied im Vorstand des Deutsch-Ostasiatischen Wissenschafts-Forums (DOAW) der Eberhard Karls Universität Tübingen und im Kuratorium der Stiftung Weltethos.

Die Veranstaltung der Buchhandlung Metzler in Lörrach-Stetten um 19 Uhr im Hebelsaal ist frei und die Ausstellung ist bereits ab 18 Uhr geöffnet. Damit haben Interessierte noch die Möglichkeit, die am Sonntag, 13. April zu Ende gehende Ausstellung des Theodor Heuss Museums Brackenheim und der Arbeitsstelle für Literarische Museen Baden-Württemberg in Lörrach zu besichtigen. Nach dem Abbau der Ausstellung wandert sie weiter nach Bretten, wo sie ab Mai in der Europäischen Melanchthon Akademie zu sehen sein wird.

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