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Museum am Burghof hält 2008 seinen Besucherrekord vom Vorjahr/ deutschlandweit wieder steigende Besuchszahlen in Museen

11.01.2009

Berlin/ Lörrach. Das Museum am Burghof konnte seinen Besucherrekord vom Vorjahr mit über 22.000 Besuchen auch im zurückliegenden Jahr 2008 wieder erreichen. Im deutschlandweiten Trend stiegen die Besuchszahlen an deutschen Museen – nach drei Jahren rückläufiger Besuche – wieder deutlich um 4,5%. Dies meldet das Berliner Institut für Museumsforschung in seiner jüngsten deutschlandweiten Erhebung.Danach stieg die Zahl der Museumsbesucher in Deutschland um 4.658.868 auf 107.303.946 Besuche und übertraf damit bei weitem die der Fußball-Bundesliga-Spiele. Die deutschlandweiten Zahlen, die das Berliner Institut erst in den nächsten Tagen offiziell an die deutschen Museen melden wird, beziehen sich auf das Jahr 2007; die umfassende statistische Auswertung umfasst 100 Seiten. Das Museum am Burghof meldet bei seiner Endauswertung für 2008 22.036 Besucher. Im vorangegangenen Jahr 2007 hatte Lörrachs Museum mit 22211 Besuchen erstmals die 20.000er-Grenze überschritten - ein Rekord, der jetzt mit nur 175 Besuchen weniger fast wieder erreicht werden konnte.Nur 812 Museen in Deutschland, insbesondere Landesmuseen, Staatsgalerien und Großstadtmuseen, meldeten mehr Besucher als Lörrach; 3900 Museen konnten die Lörracher Zahlen nicht erreichen. 160 Museen teilen mit Lörrach die Gruppe der Museen zwischen 20.000 und 25.000 Besuchern. Berücksichtigt man außerdem die 1485 kleinen Museen ohne klare Besucherzählung, gehört Lörrach zu den 15% der am besten besuchten Museen Deutschlands. Die deutschlandweiten Trends zeigen aber auch, mit welchen Nachteilen das Museum am Burghof zu kämpfen hat. Die Öffnungszeiten der Ausstellungsräume liegen trotz der hohen Besuchszahlen wegen der geringen Zahl beschäftigter Aufsichtskräfte noch unter dem Bundesdurchschnitt. 1218 deutsche Museen öffnen ihre Ausstellungen bis zu 4 Tage pro Woche, 2156 an 5 oder 6 Wochentagen, 357 wie Lörrach an 5 Tagen, wobei sich in Lörrach die offizielle Öffnungszeit an 4 der 5 Tage auf nur 3 Stunden beschränkt. Auch andere Standortnachteile erschweren die Arbeit des Museums am Burghof: Es liegt nicht im Zentrum einer Großstadt, befindet sich nicht auf eingeführten touristischen Routen und muss sich neben der Museumsstadt Basel mit seinen vielen interessanten Angeboten behaupten.Die Besuchszahlen 2008 konnten daher nur durch zahlreiche Aktivitäten und Angebote des Museums erreicht werden. Lediglich gut ein Viertel der Besucher (5612) kamen als Einzelbesucher. Entscheidend trugen die museumspädagogischen Angebote zum Besuchererfolg bei: 10.480 Besucher wurden in 279 Führungen betreut, hinzu kamen 52 Gruppen mit 1017 Besuchern zu speziellen Ausstellungsbesuchen ohne Führung. Außerdem nahmen 4927 Personen an 84 ausstellungsbegleitenden Veranstaltungen und Aktionen teil.Nach wie vor locken die museumspädagogischen Angebote der ExpoTriRhena mit Abstand die meisten Besucher. Hierzu meldeten sich 2008 157 Gruppen an, darunter auch zahlreiche schweizerische und französische Gruppen. Bei den Sonderausstellungen fand das museumspädagogische Angebot zu „Alles im Fluss“ mit 42 Gruppen den größten Zuspruch. Besuchszahlen und Ausstellungen sind aber nur ein kleiner Ausschnitt der Jahresbilanz des Museums am Burghof. Das Kerngeschäft bleibt die langfristig angelegte Arbeit hinter den Kulissen: die Attraktivitätssteigerung der Sammlung, deren Dokumentation, Konservierung und Restaurierung. Ein ausführlicher Jahresrückblick wird derzeit fertiggestellt und kann ab Mitte Januar von der Homepage des Museums unter www.museum-loerrach.de heruntergeladen werden.

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