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8. Folge „Schmückendes Beiwerk“

Erforderliche Maßnahme: Einrahmen des Gemäldes mit Rückseitenschutz


Wie auf Abbildung 34 zu sehen ist, wurde das Gemälde vor Beginn der Restaurierung in einem schwarzen Lackrahmen präsentiert. Der Rahmen befand sich in einem schlechten Erhaltungszustand, das Gemälde wurde nur notdürftig durch angenagelte Pappstücke im Rahmen gehalten (Abb. 35). Im Laufe der Restaurierung entschied man sich daher besonders aus Sicherheitsgründen gegen eine Weiterverwendung des Lackrahmens. Er wurde ersetzt durch einen schlichten, maßgefertigten Holzrahmen, der dem Gemälde farblich angepasst wurde und so künftig eine ästhetisch ansprechende Präsentation ermöglicht.

Eine spezielle Schutzvorrichtung auf der Rückseite schützt das Gemälde künftig vor Verschmutzung und dient als präventive Konservierungsmaßnahme: Bei klimatischen Veränderungen wird die schwankende Luftfeuchtigkeit gepuffert, bevor sie die Gemälderückseite und damit die Leinwand erreicht. Dadurch kann ein extremes Quellen und Schwinden der Gemäldeleinwand und somit die Gefahr neuer Schäden in der Malerei minimiert werden.

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Abb. 34 Das Gemälde im               Abb. 35 Rückseitenansicht mit
alten Lackrahmen                         Pappstücken               



1. Arbeitsschritt: Einrahmen


Da der neue Keilrahmen des Gemäldes mehrere Zentimeter stark ist, wurde ein Zierrahmen mit ausreichender Schenkelstärke ausgewählt. Damit liegt das Gemälde in seiner gesamten Stärke im Zierrahmen und schließt an der Rückseite bündig ab. Das Gemälde liegt passgenau in dem Zierrahmenfalz und wird an der Rückseite durch metallene Federklammern im Rahmen gehalten (Abb. 36). Diese Federklammern werden in die Schenkel des Zierrahmens eingeschraubt und drücken das Gemälde aufgrund ihrer Spannung in den Rahmen. Der Heilige Trudpert präsentiert sich nun mit seinem neuen „Schmuck“...

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Abb. 36 Federklammern halten       Abb. 37 Der neue Zierrahmen
das Gemälde im Rahmen               und das Gemälde ergeben eine Einheit



2. Arbeitsschritt: Rückseitenschutz


Zum Schutz des Gemäldes wird die Rückseite des Keilrahmens mit einem Baumwollstoff bespannt. Die Fasern dieser textilen Bespannung reagieren bei Schwankungen der Luftfeuchtigkeit noch vor den Fasern der Gemäldeleinwand: Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit nehmen sie das Wasser aus der Raumluft auf, bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit geben sie eingelagertes Wasser ab. Dadurch werden extreme Klimaschwankungen im Ausstellungsraum abgeschwächt.

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Abb. 38 Rückseitenschutz


Und in der letzten Folge stellt sich die spannende Frage „Zwei Gemälde – ein Meister?“


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