Lörrach wird Modellprojekt für Partnerschaft zwischen Schule und Museum

08.02.2010

Im bundesweiten Wettbewerb für eine innovative Partnerschaft von Schule und Museum mit dem Namen schule@museum wurde jetzt die Lörracher Bildungspartnerschaft zwischen der Schule für Erziehungshilfe Tüllinger Höhe und dem Museum am Burghof von einer Expertenjury ausgewählt. Pro Bundesland wurde unter fast 150 Bewerbungen ein Angebot als besonders innovativ eingestuft. Für Baden-Württemberg entschied sich die Jury für das Lörracher Angebot.

Schulen und Museen waren in der bundesweiten Ausschreibung dazu aufgerufen, sich als Tandem zu bewerben. Die Jury aus Bildungs- und Museumsexperten, die bundesweit entsprechend der Zahl der Bundesländer 16 Modellprojekte ausgewählt hat, urteilt: „Wir sind begeistert von der großen Resonanz auf unsere Ausschreibung. Die Bandbreite der Bewerbungen ist ein Beleg für die Vielfalt und Kreativität unserer Museums- und Bildungslandschaft. Mit schule@museum möchten wir verschiedene Kooperationsansätze erproben, damit auch zukünftige Bildungspartnerschaften von unseren Erfahrungen profitieren können“, so Vera Neukirchen, stellvertretende Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes und Mitglied der Jury von schule@museum.

Durch die Zusammenarbeit der Institutionen Schule und Museum kann eine kreative Lernatmosphäre entstehen, die Kindern und Jugendlichen neue Zugänge zu Bildungsinhalten eröffnet. Sie können hierbei persönliche und soziale Kompetenzen erwerben und zu kulturellem Engagement angeleitet werden. Das Museum ist darüber hinaus ein idealer Ort, um politisch oder gesellschaftlich relevante Themen zu diskutieren sowie Herkunfts- und Identitätsfragen nachzuspüren.

Die ausgewählten Projekte zeigen, wie unterschiedlich sich die Partnerschaften von Schule und Museum gestalten lassen. Beim Lörracher Tandem haben sich einerseits Thomas Stoll von der Schule für Erziehungshilfe Tüllinger Höhe und anderseits die beiden Museologinnen Caroline Buffet und Anne-Christin Liebscher vom Museum am Burghof zusammengefunden. Eine originelle Projektskizze unter dem Titel „Kleine Welt im Koffer“ haben sie eingereicht, bei der sich eine Schulklasse über einen längeren Zeitraum mit typischen Museumsfragen beschäftigt. In dieser Zeit sollen Schüler einen Reisekoffer zu Museumsexponaten aus dem Bereich Alltagskultur, eventuell ergänzt durch eigene Gegenstände, zusammenstellen. Die Objekte berichten über ihre Lebensgeschichte, über die Rolle, die sie im Leben ihrer Besitzer spielten, über Begegnungen, an denen sie Teil hatten. So setzen sich die Schüler Exponaten und Objektgeschichten auseinander, recherchieren innerhalb und außerhalb des Museums, setzen ihre Rechercheergebnisse in eine kreative Arbeit um und lernen auch in der Begegnung mit Bewohnern des dem Museum benachbarten Evangelischen Altenwerkes das Museumals Ort eines Generationen übergreifenden Dialogs kennen.

Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit werden nach der Erprobungsphase 2011 bundesweit anderen Schulen und Museen in Handreichungen und im Internet für künftige Kooperationen zur Verfügung gestellt. Schule@Museum gehört zu einer Reihe innovativer Bildungsprojekte, durch die die Stiftung Mercator mehr kulturelle Bildung im Unterrichtsalltag verankern möchte. Details zum Ablauf und eine Übersicht aller Projekte sind im Internet unter www.schule-museum.de abrufbar.

  • Dreiländermuseum
  • Basler Straße 143
  • 79540 Lörrach
  • Téléphone: +49 7621 415-150
  • museum@loerrach.de
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