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In der Sammlungsdatenbank befinden sich unter dem Reiter "Themen" 1194 Objekte zum Thema "Dreiland".

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Objekte aus der Sammlung: Dreiländerausstellung

In Europa gibt es zwar 48 geographische Dreiländerecke, aber nur ein Dreiländermuseum. Einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart der drei Länder am Oberrhein bietet seine Dauerausstellung, die einzige Dreiländerausstellung in Europa. Das digitale Angebot des Dreiländermuseums bietet in Kalenderwoche 20 einen Überblick über mehr als 1000 Exponate dieser Ausstellung.


Das Dreiländermuseum zeigt mit der Dreiländerausstellung in deutscher und französischer Sprache die zentrale Dauerausstellung zur Geschichte und Gegenwart der Drei-Länder-Region am Oberrhein. Ausgestellt sind Objekte, die exemplarisch die wechselvolle Geschichte der Grenzregion erzählen. Für die Unterbringung weiterer Objekte beginnt noch in diesem Jahr der Bau des Museumsdepots, den die EU mit ihrem Interreg-Programm großzügig mitfinanziert.

Zunächst widmet sich die Dreiländerausstellung den natürlichen Gegebenheiten und erzählt unter anderem vom Rhein und seiner wechselvollen Geschichte. Dann gibt sie einen Überblick über die politischen Entwicklungen von Elsass, Baden und der Nordwestschweiz bis 1918. Der dritte Ausstellungsbereich widmet sich den drei Ländern im 20. Jahrhundert: es geht um Grenzkontrollen, Schmuggel, die NS- und Nachkriegszeit und die Entwicklung der Wirtschaft. Die digitale Sammlungsdatenbank bietet Abbildungen und Kurzinformationen zu den über 1000 Exponaten der Dreiländerausstellung. Zwar fehlen die einführenden Überblickstexte, die den Besuchern beim Rundgang durch die Ausstellung Orientierung geben. Hingegen ist online eine genaue Betrachtung der einzelnen Objekte bequem am heimischen PC möglich.
Das Dreiland in einem Kolorierten Holzschnitt aus der Kosmographie von Sebastian Münster um 1600 (ganze Seite und Ausschnitt)
Ein interessantes Exponat der Dreiländerausstellung ist ein Holzschnitt aus dem 16. Jahrhundert. Er zeigt, dass das Dreiland damals noch nicht durch Grenzen im heutigen Sinne geteilt war, sondern als Einheit betrachtet wurde. Die Darstellung stammt aus der Kosmographie von Sebastian Münster. Die deutsche Erstausgabe „Cosmographia. Beschreibung aller Lender durch Sebastianum Munsterum“ erschien 1544 in Basel und bestand aus sechs Büchern. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts erlebte sie 46 immer umfangreichere Auflagen in verschiedenen Sprachen. Der handkolorierte Holzschnitt zeigt in vereinfachter Form die Landschaft des Oberrheins. Die Darstellung wird gesäumt von den Bergketten von Vogesen und Schwarzwald, aus denen kleinere Flüsse und Bäche in den zentralen Rhein fließen. Die Städte Basel, Freiburg und Straßburg werden mit ihren prägnanten Münstern dargestellt. Auf der linksrheinischen französischen Ebene, dem Sundgow, sind kleinere Städte wie Ensisheim, Colmar und Schlettstadt abgebildet, auf der rechtsrheinischen deutschen Seite, dem Breisgow, neben Freiburg auch Breisach und Offenburg. Für den heutigen Betrachter, der nach Norden ausgerichtete Karten gewohnt ist, wirkt diese Ansicht zunächst verwirrend - die Ausrichtung ist 90 ° nach rechts gedreht, Basel liegt nicht südlich ausgerichtet unten, sondern westlich anmutend links. Bemerkenswert an dieser frühen Darstellung ist umso mehr die regionale Einheitlichkeit: Das Dreiland wird idyllisch mit seinen Wiesen und Wäldern entlang des Rheins zwischen den Bergen eingebettet. Der Rhein wirkt dabei nicht wie eine trennende Grenze, sondern als verbindendes und zentrales Element der Landschaft, der alles und jeden aus der Region miteinander vernetzt, auch durch die eingezeichneten Brücken ersichtlich.



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