In der Sammlungsdatenbank befinden sich unter dem Reiter "Themen" 112 Objekte zu Hebel. Wer unter „Suche“ das Stichwort Hebel eingibt, erhält 194 Treffer.

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Rund 1000 Werke von und über Hebel sind in der Museumsbibliothek.




Bisherige Themen

Lörrach anno dazumal
Max Laeuger
Grenze
Ostern

Objekte aus der Sammlung: J.P. Hebel

Traditionell feiert das Dreiland den Geburtstag von Johann Peter Hebel am 10. Mai mit großen Veranstaltungen. Doch das Schatzkästlein in Lörrach mit Verleihung des Hebeldankes ist ebenso abgesagt wie die Hebel-Feierlichkeiten und der Festumzug im Hebeldorf Hausen und die Veranstaltung der Hebelstiftung Basel. In Kalenderwoche 19, die mit dem Hebelsonntag endet, widmet sich das Museum dem großen Dichter aus dem Wiesental. Interessant angesichts geschlossener Grenzen in Corona-Zeiten ist auch, dass im Zeichen Hebels nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals die Grenze geöffnet wurde.



Johann Peter Hebel wurde am 10. Mail 1760 in Basel geboren. Seine Mutter stammte aus dem Hebelhaus in Hausen, heute Literaturmuseum. Im Dreiländermuseum, dem damaligen Pädagogium, wohnte und arbeitete Hebel als Lehrer, bevor er nach Karlsruhe ging und dort Karriere machte. Das Dreiländermuseum betreut heute mit 600 Objekten die größte Museumssammlung zu Hebel; hinzu kommen rund 1000 Bücher in der Museumsbibliothek zu Hebel, darunter wertvolle bibliophile Ausgaben. Auch diese Sammlung wird ab Ende 2022 im neu errichteten Museumsdepot untergebracht werden, das von der Europäischen Union über das Interreg-Programm wesentlich mitfinanziert wird.

Zur Hebelwoche hat das Dreiländermuseum 112 Objekte unter dem Thema „Johann Peter Hebel“ zusammengestellt. Wer in der Online-Datenbank unter dem Begriff „Hebel“ sucht, erhält sogar 194 Treffer. Zu sehen sind persönliche Gegenstände des Dichters wie sein Ohrensessel, den er in seiner Lörracher Zeit benutzt hat, oder seine rote Lederbrieftasche. Es gibt frühe Ausgaben seiner Werke und Illustrationen verschiedener Künstler zu seinen Werken und viele Erinnerungsstücke zu seiner Verehrung im Dreiland. Auch ein Plakat vom Hebeltag 1947 ist online.
Foto Hebeltag 1947: Grenzkontrolle
Der vom Hebelbund Lörrach organisierte Hebeltag 1947 ist angesichts geschlossener Grenzen heute besonders interessant. Denn auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieben die Grenzen noch Jahre lang geschlossen, Familien und Freunde wie heute getrennt. Doch 1947 erlaubten die Behörden eine Ausnahme. Zum Hebeltag genehmigte die französische Besatzung nicht nur einen großen Festumzug mit dem badischen Ministerpräsidenten Wohleb in Lörrach, sondern sogar die Teilnahme schweizerischer Besucher. Die Grenze wurde für sie für einen Tag geöffnet; 18.000 Personen kamen an diesem Tag aus der Schweiz und genossen es, Freunde und Verwandte in Lörrach wieder zu sehen und gemeinsam Hebel zu feiern. Angesichts heute geschlossener Grenzen können wir wieder etwas besser nachvollziehen, welch emotional wichtiges Ereignis dies für viele war.
Foto Hebeltag 1947: Hebel-Umzug vor dem Dreiländermuseum
Die Digitalisierung der Museumssammlung ist eine umfassende und intensive Arbeit. Es braucht noch mehrere hundert Stunden Arbeit, bis das Dreiländermuseum die gesamte Hebelsammlung online gesetzt hat. Noch nicht online sind daher auch zwei Fotos vom Hebeltag 1947, die deshalb separat zu diesem Bericht mitgegeben werden. Eines zeigt die Kontrolle der ankommenden Schweizer am Zoll in Riehen/ Lörrach-Stetten am 10. Mai 1947, das andere den Hebelumzug an diesem Tag vor dem Dreiländermuseum, in dem Hebel einst wohnte und unterrichtete.


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