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In der Online-Sammlungsdatenbank des Dreiländermuseums befinden sich unter dem Thema „Keramik von Max Laeuger“ 428 Objekte, die bequem online zu Hause betrachtet werden können.
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Objekte in der Sammlung:                Max Laeuger

Rund 10.000 Objekte aus der Sammlung des Dreiländermuseums sind mit Bild und kurzer Beschreibung online einsehbar. Damit kann etwa ein Viertel der noch sehr viel ausführlicheren internen Datenbank des Museums bequem von zu Hause betrachtet werden. Solange das Museum Corona-bedingt geschlossen bleiben muss, stellt es nun jede Woche ein neues ausgewähltes Thema vor. Die Serie geht weiter mit dem Thema „Max Laeuger“, zu dem das Museum die größte öffentliche Sammlung besitzt. 428 Objekte können in der Online-Sammlungsdatenbank betrachtet werden.



Max Laeuger (1864 bis 1952) ist international wohl der berühmteste Künstler aus Lörrach. Insbesondere durch seine (Jugendstil-)Keramiken erlangte Laeuger über Europa hinaus Bekanntheit. Sein Werk umfasst aber weit mehr: Laeuger war auch als Maler, Architekt und Gartengestalter tätig, arbeitete als Dozent für Innenarchitektur, Kunstpädagoge, Professor an der Technischen Hochschule in Karlsruhe und schrieb drei Kunsthandbücher. Auch über die Grenzen hinweg war Laeuger tätig: sein vielseitiges Schaffen zeigt sich beispielsweise am Entwurf von Glasfenstern für die Basler Pauluskirche oder an der Innenausstattung für das Schloss Le Chenois bei Bavillers/Belfort. Das Dreiländermuseum besitzt Werke aus allen Schaffensphasen, neben Kunstkeramiken auch Malereien, Skizzen und Pläne.
Max Laeuger, Bildfliese (Leda mit Schwan), signiert, datiert 1920, Halbfayence, Unterglasurmalerei (Sammlung Dreiländermuseum Lörrach, Inventarnummer KL 63)
Dabei entstanden viele prächtige Bildfliesen, die ihm das Malen mit keramischen Mitteln ermöglichte. Seine Darstellungen sind den verschiedensten ikonografischen Kreisen entnommen, darunter viele berühmte Szenen aus der antiken Mythologie wie Leda mit dem Schwan. Die ätolische Königstochter Leda war die Gemahlin des spartanisches Königs Tyndareos. Zeus verliebte sich in die schöne Leda und näherte sich ihr in Gestalt eines Schwans. Doch auch ihr Gatte schlief in derselben Nacht mit ihr, woraufhin sie zwei Eier mit vier Kindern gebar – als unsterbliche Kinder des Zeus gingen aus dieser Verbindung Helena und Polydeukes (Pollux) hervor, als sterbliche Kinder des Tyndareos wurden Klytaimnestra und Kastor geboren. Der Mythos ist in unterschiedlichen Versionen überliefert. In der bildenden Kunst war die Leda mit dem Schwan schon immer ein beliebtes Motiv, berühmte Gemälde stammen etwa von da Vinci oder Correggio. Laeugers moderne Interpretation des Motivs orientiert sich an diesen Renaissance-Meistern, der originale Metallrahmen der Fliese unterstreicht den Bildcharakter. Das quadratische Bildfeld mit angedeutetem Wiesengrund zeigt die nach links gewandte Leda, um deren Hüften und Schultern ein blaues Tuch geschwungen ist. Der Schwan nähert sich ihren ausgestreckten Armen mit erhobenen Flügeln. Den Hintergrund bilden stilisierte Blüten und Zweige in blau und weiß. Weitere Motive wie das Parisurteil zeigen Laeugers Vorliebe, Klassiker der griechischen Mythologie geschickt in Szene zu setzen, um weibliche Akte in unberührter Natur als Gegenentwurf zur Realität abzubilden – ganz in Manier der Alten Meister!

Max Laeuger, Bildfliese (Parisurteil) „nach einem alten Meister“, signiert, datiert 1923, Fayence, Unterglasurmalerei (Sammlung Dreiländermuseum Lörrach, Inventarnummer KL 225)

Für alle, die noch mehr Lesestoff zu Laeuger mögen: Das Lörracher Heft „Max Laeuger - Die Sammlung in Lörrach“ kann für 9,80 € im Museum bestellt und nach Hause geliefert werden!




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