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Schätze aus der SammlungÖlgemälde von Hermann Scherer

Dem bekanntesten Expressionisten der Region, Hermann Scherer, ist derzeit eine große Sonderausstellung im Kunstmuseum Basel gewidmet. Parallel hierzu zeigt das Dreiländermuseum in seiner Ausstellung „Schätze“ ein großformatiges repräsentatives Ölgemälde des Künstlers. Das Bild steht auch für den großen Wert der Sammlung im Dreiländermuseum. Erst vor wenigen Wochen hat das Museum Ludwig in Köln eine Skulptur von Scherer für 1,5 Millionen Euro angekauft. Das repräsentative Ölgemälde von Scherer gehört zu den Kostbarkeiten im Lörracher Museumsdepot, dessen Bau die Europäische Union mit Interreg-Mitteln von 1,74 Millionen bezuschusst.

Ein zentrales Werk für den Expressionismus im Dreiländereck: Hermann Scherers großformatiges Porträt von seinem Künstlerkollegen Otto Staiger (Sammlung Dreiländermuseum) ©Dreiländermuseum/Waltraut HupferMehr als 100 Werke von Hermann Scherer betreut das Dreiländermuseum in seinem Depot. Den Schwerpunkt bilden beeindruckende expressive Holzschnitte. Hermann Scherer stammt aus Rümmingen bei Lörrach, seine künstlerische Laufbahn hatte er in der Schweiz, wo er auch mit nur 34 Jahren starb. Mit seiner grenzüberschreitenden Biographie passt Scherer zum Dreiländerprofil der Lörracher Museumssammlung. In Basel war Scherer Mitbegründer der avantgardistischen Künstlergruppe Rot-Blau, zu der auch sein Künstlerkollege Otto Staiger gehörte. Ihn portraitiert Scherer auf dem großen Ölgemälde – und auch hier sind die roten und blauen Farbtöne augenfällig. Das Gemälde entstand um 1925, etwa zwei Jahre vor seinem Tod. Es ist ein wichtiges Zeugnis für den künstlerischen Aufbruch im Dreiländereck nach dem Ersten Weltkrieg.

Als ein wichtiger Vertreter dieses künstlerischen Aufbruchs wird Scherer derzeit auch zunehmend von der Kunstwelt entdeckt und geschätzt. Etwa zur selben Zeit wie das Gemälde in der Lörracher Ausstellung schuf Scherer eine Skulptur, die das Museum Ludwig Köln zum Jahreswechsel für 1,5 Millionen Euro erwarb. Der Ankauf der Kölner Kollegen gelang dank zahlreicher Unterstützung durch Stiftungen und das Land Nordrhein-Westfalen.

Das Dreiländermuseum zeigt Scherers ausdrucksstarkes Ölgemälde noch bis zum 1. Mai in der Ausstellung „Schätze“. Die Scherer-Ausstellung im Kunstmuseum Basel ist noch bis zum 18. April zu sehen.