Friedrich Kaiser: Einzug der Freischärler in Lörrach am 20. April 1848, Öl auf Leinwand, Sammlung Dreiländermuseum Lörrach Inv.-Nr. BKKa 85
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Veranstaltungen zur Sonderausstellung


Friedrich Kaiser Plakat zur Sonderausstellung

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10. Juli - 15. November 2015
Friedrich Kaiser – Zeitzeuge eines unruhigen Jahrhunderts

Zum 200. Geburtstag von Friedrich Kaiser (1815-1889) zeigte das Dreiländermuseum Lörrach eine große Sonderausstellung über den in Lörrach geborenen Künstler. Kaiser ist vor allem bekannt für seine Historienbilder. Als zeitgenössischer Bildberichterstatter malte er Szenen aus der Badischen Revolution 1848/49, aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 und von anderen militärischen Konflikten des 19. Jahrhunderts. Kaiser ging nach Berlin und arbeitete im Auftrag der Preußen. Weitere Auftraggeber waren der Großherzog von Baden und die Leipziger „Illustrirte Zeitung“.

BKKa-Friedrich Kaiser: Schlacht bei Sedan 1870, nach 1870, Öl auf Leinwand, Sammlung Dreiländermuseum Lörrach Inv.-Nr. BKKa 69

Eine große Anzahl von Zeichnungen eröffneten in der Ausstellung weniger bekannte Facetten des Malers: Hier zeigte er den Alltag der ländlichen Bevölkerung. In Form von Lithografien dokumentierte Friedrich Kaiser den Bau der badischen Eisenbahnlinie zwischen Schliengen und Efringen im Markgräflerland und hinterließ damit ein Zeugnis moderner Technik seiner Zeit, die mit landschaftlichen Veränderungen und schweren Bauarbeiten oberhalb der noch unregulierten Flusslandschaft des Rheins verbunden waren.

Friedrich Kaiser: Scheuendes Ochsenfuhrwerk vor Eisenbahn, um 1845, Bleistift auf Papier, Sammlung Dreiländermuseum Lörrach Inv.-Nr. BKKa 47

Die Ausstellung wurde ergänzt durch die 1910 publizierten Lebenserinnerungen des Lörracher Arztes und Politikers Eduard Kaiser (1813-1903), dem älteren Bruder des Malers. Seine Zeitzeugenschft über das Großherzogtum Baden im 19. Jahrhundert hat er in schriftlicher Form hinterlassen.

Kuratiert wurde die Ausstellung von der Historikerin Sara Capdeville und der Kunsthistorikerin Esther Pollakowski.


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