Elke Muche - Im Fluss
Paper Art:
Bilder, Objekte,
Installationen

20. April – 3. Juni 2018
Paper Art: Bilder, Objekte, Installationen

Ausstellung des VBK Lörrach


Josef Bücheler, Marion Eichmann, Wilhelm Morat, Elke Muche, Laurence Vallières, Hannelore Weitbrecht

In der aktuellen Ausstellung des VBK Lörrach zeigen sechs überregional bekannte Künstler/innen vielfältige Möglichkeiten des Werkstoffs Papier.
Bei Josef Bücheler ist der Ausgangspunkt des Werkes zumeist mit Leim getränktes, gefaltetes Zeitungspapier,  aus dem dann Skulpturen entstehen. Marion Eichmanns wie Zeichnungen wirkende Collagen bestehen aus unzähligen übereinander geklebten Flächen. Ihre Pappskulpturen sind aus farbigen Kartonteilen gefertigt.  Wilhelm Morats zeigt handgeschöpfte Hanfpapierobjekte. Elke Muche erzeugt allein mit Faltkunst faszinierende Formen. Die kanadische Künstlerin Laurence Vallières konstruiert aus Pappstreifen und Klebebändern großformatige Skulpturen, vor allem Tiere. Hannelore Weitbrechts Papierobjekte zeugen von einem intensiven Dialog mit der Natur.



Josef Bücheler Titel der Arbeit: PS-22 88, 1988, siebenteilig-Material: PapierBei Josef Bücheler ist der Ausgangspunkt der Arbeit meist Zeitungspapier, das mit Leim getränkt, unter Beimischung von Erde und Asche in sich gebogen, gefaltet oder durch den gespannten Bogen einer Weidenrute in Form gebracht wird. So entstehen Skulpturen, die allein oder in Gruppen eine starke symbolhafte Ausstrahlung gewinnen. Auch auf dem Gebiet der Zeichnung tendiert er ins dreidimensionale, indem er die Fläche des Papiers zerstört, aufreißt, eingräbt. So wird die Funktion des Papiers als Bildträger in Frage gestellt und dessen Materialität hervorgehoben. J. Bücheler sagt selbst: „Die Arbeiten entstehen spontan …. Das einfache Material und die reduzierte Form ist Inhalt und Aussage meiner Objekte.“


Marion Eichmann: Still-Life-Collages - Pistazien 2017Marion Eichmanns Bilder – vor allem ihre großformatigen Stadtansichten – erscheinen auf den ersten Blick wie fragile Zeichnungen. Erst bei genauem Hinblicken erkennt man sie auch als Collagen, bestehend aus vielen kleinen, vielfarbigen, ausgeschnittenen und übereinander geklebten Flächen. Andere Arbeiten gehen weiter in den Raum, so dass dann Hauseingänge, Regale, Wohnungseinrichtungen, Waschmaschinen aus weißen und farbigen Kartonteilen konstruiert werden. Das wirkt verblüffend real. Gleichwohl ist dabei ein liebevoller Blick zu spüren auf die Dinge des Alltags, die Welt des modernen Menschen.


Wilhelm Morat: Doppeldecker 2016Bei Wilhelm Morats „Doppeldecker“ handelt es sich um handgeschöpfte Hanfpapierobjekte, die luftig leicht in der Thermik des Raumes schweben. Die Materialeigenschaften der Naturfaser Hanf sind Bestandteil der künstlerischen Gestaltung. Das bewegte Spiel der poetisch abstrakten Installation mit Licht und Schatten sind Teil der Installation.


Elke Muche - Im FlussElke Muche benötigt nur einen Bogen weißes Papier, um ihre höchst unterschiedlichen abstrakten Reliefs hervorzubringen. Keine Schere, kein Kleber, allein die richtige Faltkunst erzeugt die faszinierenden Formen. Effekte von Licht und Schatten spielen mit unserer Wahrnehmung.






LaurenceVallieres: Pandafront grande
Die kanadische Künstlerin Laurence Vallières konstruiert aus Pappstreifen und Klebebändern z.T. großformatige Skulpturen, die vor allem Tiere darstellen (z.B. Affen, Elefanten, Nashörner). Diese weisen auch hin auf menschliche Korrespondenzen und deren Ideologien. Es ist der international bekannten Künstlerin auch wichtig, ihre Werke an unerwarteten Orten zu zeigen. Sie steht damit der Street Art nahe.


Hannelore Weitbrecht: SchichtungHannelore Weitbrechts Papierskulpturen zeugen von einem intensiven Dialog mit der Natur. Aus unterschiedlichstem Papiermaterial entstehen Kunstwerke, die an Naturformen erinnern und doch eine ganz eigene in sich stimmige Wirklichkeit darstellen. Archaische Formen erinnern an die elementaren Dinge des Lebens: Keimen, Ernähren, Wachsen, Früchte tragen, Sterben. Diese Naturformen stehen metaphorisch für das Leben an sich.



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