Neubau des Kaufhauses Knopf von 1909 in Lörrach (heute Stadtbibliothek)
Waren-
Haus-
Geschichte
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27. Januar – 1. Mai 2016
Waren-Haus-Geschichte
Der geraubte Erfolg des jüdischen Knopf-Imperiums

Die Ausstellung im Dreiländermuseum zeigte das umfangreiche Verkaufsnetz der erfolgreichen Kaufmannsfamilie Knopf am gesamten Oberrhein und darüber hinaus. Das moderne Warenhaus begann seinen Siegeszug Mitte des 19. Jahrhunderts in Paris: Dort bekam der Kunde alles, was er wollte. Und er bekam es billig. Vom Pariser Modell stark beeinflusst, zeichneten sich die Knopf-Warenhäuser durch ihre prächtige Architektur, ihre Marketingstrategie und möglichst günstige Preise aus.

Neubau des Kaufhauses Knopf von 1909 in Lörrach (heute Stadtbibliothek)

Max Knopf eröffnete 1881 in Karlsruhe unter dem Namen Geschwister Knopf ein kleines Textilgeschäft, 1882 folgte Bruder Moritz Knopf in Straßburg, Bruder Sally Knopf gründete 1887 in Freiburg und 1895 in Lörrach sein Unternehmen und Albert Knopf gründete 1893 eine Niederlassung in Zürich. Bis zum Ersten Weltkrieg besaßen die Knopfs rund 70 Filialen, bis zum endgültigen Ende der Knopf-Ära mit der Schließung des Warenhauses in Basel 1978, waren es insgesamt mehr als 80 Niederlassungen gewesen. Das Stammhaus in Straßburg und die Filialen im Elsass und in Lothringen gingen mit Ende des Ersten Weltkriegs 1918 verloren. Nach Boykottaktionen der Nazis ab 1933, mussten die Knopfs schließlich all ihre deutschen Filialen weit unter Wert verkaufen.
Die Ausstellung, nach jahrelangen Recherchen von Bernd Serger, bis zu seinem Ruhestand Leiter der Heimatredaktion der Badischen Zeitung in Freiburg, zusammengestellt, präsentiert neben der Geschichte des Warenhauses, die erfolgreiche wie leidvolle Geschichte der Knopfs und den Weg der Nachfolgefirmen, bis zur Pleite des Kaufhauses für Alle 1983.

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