Max Laeuger etwa im Jahr 1950
Hier steckt
mehr drin, als
Sie denken!

Max Laeuger (1864 – 1952)

Der in Lörrach geborene Max Laeuger ist der berühmteste Künstler der Stadt Lörrach. Er gilt als der bedeutendste badische Universalkünstler des 20. Jahrhunderts. Insbesondere durch seine (Jugendstil-) Keramiken ist sein Name international bekannt geworden. Sein Werk umfasst aber weit mehr: Laeuger wirkte als Maler, Grafiker, Architekt, Gartengestalter, war Dozent für Innenarchitektur, Kunstpädagoge, Professor an der Technischen Hochschule in Karlsruhe, Städteplaner und Brückenbauer. Er lebte viele Jahre in Karlsruhe, war aber auch im Elsass und in der Schweiz planerisch und künstlerisch tätig.

Das Dreiländermuseum besitzt heute die größte öffentliche Sammlung von Werken Max Laeugers: Sie umfasst zur Zeit 522 Kunstkeramiken aus allen Schaffensphasen sowie 77 Bilder in Form von Malereien (Öl, Tempera, Aquarell, Radierung, Tusche, Mischtechniken etc.), Skizzen, Studien und Plänen.
Die Anfänge der Sammlung reichen bis ins Jahr 1954 zurück. Ab 1961 begann der gezielte Aufbau einer Max Laeuger-Sammlung durch den damaligen Museumskustos Gerhard Moehring. Sie umfasst Stücke aus der Privatsammlung des früheren Leiters der Großherzoglichen Majolika-Manufaktur Karlsruhe, Dr. Nicola Moufang sowie Leihgaben aus dem Familienbesitz, die sich zuvor im Deutschen Keramikmuseum (Hetjens-Museum) in Düsseldorf befanden.

Ein Großteil der Sammlung ist in der Sammlungsdatenbank im Internet mit einer Auswahl an Grundinformationen einsehbar.

Das künstlerische Werk Max Laeugers

Keramiken

Über Jahrzehnte hat sich Max Laeuger mit Keramiken befasst und den Stil seiner Zeit entscheidend geprägt. Sein Interesse an der Keramik vertiefte sich, nachdem der badische Staat Max Laeuger 1892 als Maßnahme der Gewerbeförderung beauftragt hat, die Kanderner Töpfer im Bemalen und Zeichnen zu schulen. Mit neuen Dekors sollten die Töpferwaren wieder konkurrenzfähig werden. Max Laeuger töpferte selbst nicht. Er versuchte es zwar zunächst, war aber mit seinen Ergebnissen an der Drehscheibe unzufrieden. Er entschied sich deshalb. fertige Tongefäße malerisch zu gestalten.

Autodidaktisch machte er sich mit der Beschaffenheit des Irdengutes vertraut, forschte, testete Glasuren, entwarf Motive. Anfangs waren es vor allem naturnahe Motive aus der heimischen Flora, später ging er zu Ornamenten über, zu denen er sich aus der islamisch geprägten Kunst inspirieren ließ.
In dieser Zeit begann Max Laeuger auch mit dem Gestalten von Tonfliesen, das er in Zusammenarbeit mit den Kanderner Tonwerken perfektionierte.

Zwar schuf Max Laeuger selbst keine Tongefäße, aber das Material Ton faszinierte ihn. Um 1919 begann er aus Ton Plastiken zu schaffen. Zahlreiche weibliche Figuren, Reliefs, Elefanten und Köpfe zählen zu seinem Werk.


Architektur, Gartenbau

Die Stadt Mannheim beauftragte Max Laeuger 1907 mit der gartenarchitektonischen Planung der Internationalen Kunst- und Gartenbauausstellung, die anlässlich des 300-jährigen Bestehens der Stadtgründung veranstaltet wurde.

1925 entwarf Laeuger die Paradiesgartenanlage in Baden-Baden. Schon im Jahr 1902 beauftragte sein Vater ihn mit dem Bau des „Rebhüsle“ am Tüllinger Berg in Lörrach. Dieses Haus erstellte er in traditioneller Fachwerkbauweise mit einem steilen Mansardendach. Dort verbrachte Max Laeuger seinen Lebensabend.
1933 entwarf Laeuger ein Denkmal für den 1929 verstorbenen Automobilbauer Carl Benz.

Auch für die Gestaltung von Kirchenfenstern wurde er beauftragt. Erhalten sind die von ihm gestalteten Fenster der Pauluskirche in Basel.

Kunsthandbücher von Max Laeuger

Max Laeuger hat drei Kunsthandbücher geschrieben, ursprünglich hatte er sechs geplant. Die Bücher tragen die Titel „Form und Farbe in der Bau- und Raumkunst“, Malerei, Städtebau, Gartenkunst und Reklame“ sowie „Keramische Kunst“. Alle drei Kunsthandbücher von Max Laeuger sind im Besitz des Dreiländermuseums.

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