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Interreg-Antrag zur Förderung eines Depotneubaus

Lörrach, 21. September 2018

Bereits im Mai 2017 hatte der Gemeinderat einen Neubau des Museumsdepots befürwortet und als Standort dafür das neu zu planende Gewerbegebiet im Osten Brombachs genehmigt. Die Verwaltung wurde mit entsprechenden Planungen beauftragt und gebeten, auch mögliche Förderprogramme ausfindig zu machen.


Mittlerweile hat das Dreiländermuseum in Zusammenarbeit mit 25 Partnerorganisationen am Oberrhein (Nordwestschweiz bis Südpfalz) ein touristisches Museumsprojekt initiiert, in dessen Mittelpunkt der Neubau eines trinationalen Sammlungszentrums in Lörrach-Brombach steht. Dieses Projekt kann unter Umständen durch das Interreg-Programm der Europäischen Union am Oberrhein gefördert werden. Hierfür muss nun der Gemeinderat seine Zustimmung geben und die Verwaltung mit den entsprechenden Antragsverfahren beauftragen.

Bei positivem Verlauf des Antragsverfahrens kann das trinationale touristische Projekt mit bis zu 2 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert werden. Der größte Anteil davon, nämlich 1,7 Millionen Euro würden dann in den Neubau des Depots fließen.
Die Planung für den Bau des Museumsdepots und die daraus entstehenden Baukosten sollen nun in den kommenden Monaten vorgenommen werden. Hierzu ist eine umfangreiche Ausschreibung notwendig, da bei der Größenordnung des Bauprojekts ein europaweites Ausschreibungsverfahren für die Planungsleistungen durchgeführt werden muss. Als Grundlage für die Planung dient das detailliert ausgearbeitete Raumprogramm, welches durch einen Depotplaner in Zusammenarbeit mit den Museumsmitarbeitern ermittelt wurde. Im Ergebnis wird das neue Depot etwa 2.700 Quadratmeter Grundfläche für Lager- und Funktionsräume benötigen. Nach Abschluss der Vorplanungen soll dann im Sommer 2019 der endgültige Interreg-Antrag gestellt werden, dessen Erfolgsaussichten aktuell nur schwer abzuschätzen sind. „Die Straßburger Interreg-Behörde hat in allen Vorgesprächen großes Interesse an dem Projekt gezeigt“, erklärt Oberbürgermeister Jörg Lutz. „Wir können natürlich nicht fest mit dem Geld planen, aber wir haben es auch durch gute Arbeit in der Hand, den Antrag und damit das Projekt in eine positive Richtung zu bringen. Die Partner am Oberrhein sind sehr motiviert und setzen sich für Lörrach als Zentrum des Projektes ein“.

Sollte der Antrag erfolgreich sein, müsste der Bau schon ab 2021 umgesetzt und spätestens im Winter 2022 abgeschlossen werden, da die aktuelle Förderperiode 2023 ausläuft und bis dahin alle anrechenbaren Kosten eingereicht und abgerechnet sein müssen. Ob es das Förderprogramm danach noch weiter in dieser Form geben wird, ist derzeit noch offen. Dadurch entsteht für die durchführenden Fachbereiche in der Stadtverwaltung ein hoher Zeitdruck. „Das anstehende Bauprojekt stellt für die Verwaltung eine große Herausforderung dar“, erklärt Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić. „Wir werden hochmotiviert an die Umsetzung gehen und ich bin sicher, dass wir für den Depotneubau eine sehr gute Lösung erreichen werden“. Für das Museum besteht somit zum ersten Mal in seiner langjährigen Geschichte die Chance, dass sein Herzstück – die umfangreiche Sammlung zur Geschichte am Oberrhein – in einem professionellen Museumsdepot unterkommt.




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