Abriss der Ludwigsfeste in den 1920er Jahren
Dreiländermuseum Lörrach
Stadtmuseum Rastatt Herrenstr. 11, 76437 Rastatt,
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Öffnungszeiten:

Do-Sa 12-17 Uhr, So und Feiertage 11-17 Uhr
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Stadtmuseum Rastatt

Rastatt in der „Weimarer Republik -
Die Zeit zwischen den Weltkriegen


Am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne der Erste Weltkrieg. Die Kriegsmaschinerie forderte über 9 Millionen Menschenleben, darunter auch viele Söhne aus Rastatter Familien.

Die 1919 geschlossenen Versailler Verträge waren für die Grenzregion Deutschland-Frankreich einschneidend. Elsass und Lothringen wurden französisch, das Grenzland zu Frankreich entmilitarisiert und mit Handelsbeschränkungen belegt, Maßnahmen, die Städte wie Rastatt in besonderer Weise trafen. Das Unterelsass und Metz als wichtige wirtschaftliche Partnerregionen gingen verloren. Viele Industriebetriebe wanderten nun ab.

Eine zusätzliche Belastung mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen bedeutete die Auflösung der Garnison in Rastatt. Gleichzeitig wurde die Stadt zum Brennpunkt für den Austausch von Kriegsgefangenen und Flüchtlingen.

War der kurze wirtschaftliche Aufschwung Rastatts nach der Entfestigung 1890 bereits infolge des Ersten Weltkriegs zum Stillstand gekommen, verschärfte sich die Situation nach Kriegsende zusehends. Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit verursachten große Not in der Bevölkerung. Städtebauliche Maßnahmen wie die Notstandsarbeiten zur weiteren Entfestigung der Stadt und das Bauprojekt Gartenstadt zur Wohnungsnotbekämpfung sollten helfen. Unermüdlichen waren die Anstrengungen des damaligen Oberbürgermeister August Renner (Amtszeit 1913-1933), die wirtschaftliche Situation verbesserte sich jedoch nur schleppend. Zu Beginn der 1930er Jahre hatte Rastatt eine Arbeitslosenquote von über 40 %.



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