Hoffnungsvoller Blick vom Tüllinger auf das Dorf Weil, 1918
Dreiländermuseum Lörrach
Museum am Lindenplatz
Am Lindenplatz 1/ Bläsiring
79576 Weil am Rhein


Öffnungszeiten
Sa 15:00 – 18:00 Uhr
So und feiertags 14:00 – 18:00 Uhr

Museum am Lindenplatz

Zeitenwende – Neuanfang Oktober 2018 bis Juli 2019


Nicht nur der Erste Weltkrieg selbst, sondern auch dessen Ende stellte die Weiler vor enorme Herausforderungen. Viele Männer waren noch in Gefangenschaft. Von den Rückkehrern waren die meisten physisch oder zumindest psychisch schwer angeschlagen. Manche starben noch Monate nach ihrer Rückkehr an Verletzungen, Krankheiten, Giftgas-Folgen und Entkräftung. Es herrschte Hungersnot. Viele Weiler mussten ihren Hof oder Handwerksbetrieb verkaufen, da die Männer und Söhne nicht mehr nach Hause kamen oder weil sie keine finanziellen Reserven hatten. In der Gemeinde Weil gab es noch weitere Aufgaben zu bewältigen. Viele Elsässer wurden von den Franzosen ausgewiesen oder waren auf der Flucht. Unzählige kamen nach Weil und suchten Arbeit und eine Wohnung. Einer der ersten, der an die Tür des Pfarrers klopfte war der Lehrer Karl Tschamber. Es folgten noch viele weitere. Einige blieben, darunter auch Karl Tschamber, der Weils erste Chronik schrieb und nach dem auch eine Schule benannt wurde. Die Ausstellung erzählt vom schweren Neuanfang und die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft der Weiler und der Zugezogenen bis in die 1920er Jahre.

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