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Zeitenwende 1918/19 wird das große Projekt des deutsch-französisch-schweizerischen Netzwerks Museen im kommenden Jahr

Lörrach, 16. November 2017

Die Zeitenwende nach dem Ersten Weltkrieg hat Europa fundamental verändert. Rund 20 Museen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz haben sich zusammengeschlossen, um 100 Jahre später diese Zeit vorzustellen. Es wird die europaweit größte grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zum Thema. In einer Konferenz im Dreiländereck haben die beteiligten Museen nun letzte wichtige Weichenstellungen beschlossen.
Wie groß die Veränderungen vor 100 Jahren waren, ist vielen Menschen heute kaum noch bewusst. Deutschland wurde nach einer Revolution erstmals Republik, Kaiser und Großherzog wurden abgesetzt, Frauen erhielten das Wahlrecht. Das Elsass kehrte zu Frankreich zurück, 150.000 Reichsdeutsche vertrieben, die französische Sprache wichtig. Die Schweiz begann einen europäischen Sonderweg, die Chemie in Basel wurde zum Global Player und die Rheinschifffahrt bis Basel international garantiert. Zwischen den drei Ländern wurden erstmals auch in Friedenszeiten Grenzkontrollen eingeführt, die für das Leben der Menschen für das ganze 20.Jahrhundert prägend werden sollten.
Netzwerk Museen Tagung November 2017
Jedes der rund 20 Museen trägt zur Ausstellungsreihe mit einer eigenen Ausstellung bei. Große und kleine Museen sind beteiligt, Partner sind beispielsweise das Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart, das Badische Landesmuseum in Karlsruhe, das Historial am Hartmannswillerkopf oder das Naturkundemuseum im Elsass oder in der Schweiz das Dichtermuseum Liestal und das Fricktaler Museum in Rheinfelden. Koordiniert wird das Netzwerk vom Dreiländermuseum Lörrach, das auch eine Überblicksausstellung zu den drei Ländern zeigen wird.
Präsident Roland Frey und Geschäftsführer Gilles Meyer vom
Museums-PASS-Musées sicherten bei der Konferenz die nachhaltige Unterstützung des Museumspasses zu.
Eine gemeinsame Website ist bereits im Aufbau (www.netzwerkmuseen.eu), bis Mai 2018 wird auch ein gemeinsamer Flyer in hoher Auflage vorliegen. Das Museumsnetzwerk setzt mit seiner Ausstellungsreihe auch international ein wichtiges Zeichen für Verständigung und gemeinsame Geschichtsaufarbeitung. Denn 2018 drohen auch viele nationalistische Veranstaltungen. So hat die rechts Dreiländermuseum gerichtete polnische Regierung angekündigt, die nationale Wiedergeburt mit Feiern begehen zu wollen, die wenig europäischen Geist erwarten lassen.

Foto:
Die Akteure des Netzwerks Museen für das Projekt Zeitenwende 1918/19 bei ihrer Konferenz am 14.11.2017 im Dreiländermuseum im Dreiländereck Deutschland - Frankreich - Schweiz

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