Sprachabschnitte entlang des Rheins: Rheinschleife bei Bamlach, Ölgemälde von Wilhelm Hügin auf Pressplatte, um 1937, Sammlung DLM BKHüg 2 ©Dreiländermuseum / Foto: Jaana Wagner

Lesung: „Alemannisch, am Rhy entlang“ – südbadische Literatur.

Lesung von und mit Kathrin Ruesch, Wendelinus Wurth und Heidi Zöllner. In der Reihe ‚Literarische Begegnungen des Hebelbundes‘ im Dreiländermuseum.

Wie Johann Peter Hebel auch, schreiben Kathrin Ruesch, Heidi Zöllner und Wendelinus Wurth in alemannischer Sprache und präsentieren im Hebelsaal Auszüge aus ihren Texten.
Kathrin Ruesch ist im Markgräflerland aufgewachsen, hat den Schwarzwald gegen die Pyrenäen eingetauscht und schreibt über alles, was ihr in die Quere kommt. Feinsinnig und spielerisch beweist die junge Frau immer wieder, dass alemannische Mundart kein verstaubtes Relikt, sondern eine lebendige Sprache voller Klänge und Bilder ist. Beim Gerhard-Jung-Wettbewerb in Zell im Wiesental erhielt sie für ihre Lyrik und Prosa mehrfach erste und zweite Preise.
Heidi Zöllner ist in Murg und Zell im Wiesental aufgewachsen und von Beruf Steuerfachwirtin. Im Ehrenamt ist sie tätig als eine der drei geschäftsführenden Vorstände der Muettersproch-Gsellschaft Freiburg und Gruppenleiterin der Regionalgruppe Wiesental. Sie ist Koordinatorin von „Mundart in der Schule“, Vorstandsmitglied vom Dachverband der Dialekte in Baden-Württemberg, Beisitzerin im Hebelbund Lörrach, Mitglied der Trachtengruppe Zell und Fasnachtsnärrin. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, zuletzt 2022 die Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg und 2023 die Hebelplakette ihrer Heimatgemeinde Hausen im Wiesental.
Wendelinus Wurth spricht das Niederalemannisch der Ortenau und lebt in Gutach als Lehrer im Rentnerstand. Er ist Leiter des Drey-Verlags, hat bisher fünf Gedicht- und zwei Erzählbände in Mundart geschrieben. Sein größtes Werk ist die Übersetzung von Mark Twains Abenteuer von Huckelberry Finn ins Alemannische. Auch er hat einige Auszeichnungen für sein Schaffen erhalten, etwa beim International Haiku Contest, Tokyo, 1994, den Jubiläumspreis Oberrheinischer Rollwagen, 2002 sowie mehrfach die „Lahrer Murre“.
Wie immer ist der Eintritt zu den Literarischen Begegnungen im Dreiländermuseum frei. Um eine angemessene Spende wird gebeten. Einführende Worte spricht der Präsident des Hebelbundes Volker Habermaier. Die Lesung klingt auf Einladung von Dreiländermuseum und Hebelbund mit einem Apéro aus.

Veranstalter: Hebelbund

Datum

14.04.24

Uhrzeit

17:00