Projekt 2022/23: Der Rhein

38 Ausstellungen zum Thema "Der Rhein"

Museen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz

Matthaeus-Merian-Kupferstich-von-Roetteln

Die bislang größte grenzüberschreitende Ausstellungsreihe zum Rhein stellt zwischen Herbst 2022 und Sommer 2023 den Rhein unter vielen unterschiedlichen Gesichtspunkten vor

Bei dieser Ausstellungsreihe beleuchten die teilnehmenden Museen den Rhein in vielfältigen Facetten. Natur, Geschichte, Technik, Kultur oder Kunst: das gemeinsame Oberthema ermöglicht viele unterschiedliche thematische oder regionale Zugänge und zeigt auch verschiedene nationale Blickwinkel.

Beteiligte Museen

Foto: Der Rhein bei Straßburg Ende 17. Jh. Le Rhin à Strasbourg fin 17e siècle.
Bild/Image: Archives de la Ville et de l’Eurométropole de Strasbourg

Les ateliers de la Seigneurie

Und Johann Gottfried Tulla schuf den Rhein

13. Juli 2022 – 27. November 2022

Der badische Wasserbauingenieur Johann Gottfried Tulla (1770-1828) ist zwar auf dem Friedhof Montmartre in Paris beerdigt, aber heute in Frankreich weitgehend unbekannt. Seine Flussbegradigung zwang im 19. Jahrhundert den Fluss in ein einziges Bett, um die verheerenden Überschwemmungen zu beenden und die Schifffahrt zu erleichtern.

Die von Tulla 1817 initiierte Arbeiten wurden nach seinem Tod bis 1876 fortgesetzt und erforderten eine Neudefinition der Grenzen zwischen Frankreich und Baden. Auch wenn die Flussbegradigung ihre Ziele erreicht hat, hat sie die rheinische Landschaft und ihre Biotope tiefgreifend verändert, dem Fluss sein heutiges Gesicht gegeben und zu neuen Herausforderungen geführt.

Les ateliers de la Seigneurie

Place de la Mairie
67140 Andlau

Öffnungszeiten

Juli bis September:
10-13 Uhr & 14-18 Uhr

Oktober  bis November
14 -18 Uhr

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Foto: Ansichtskarte aus dem Jahr 1912: Säckingen am Rhein.
Vue de Säckingen am Rhein datée de 1912. Bild/Image: Stadtarchiv Bad Säckingen

Hochrheinmuseum Schloss SchönauSäckinger Rheingeschichten

1. November 2022 bis 31. März 2023

Die Ausstellung zeigt einen fotografischen Streifzug durch die Geschichte der Stadt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit Fokus auf den Einfluss des Rheins auf ihre wirtschaftliche, kulturelle und politische Entwicklung. Der Rhein tritt hierbei mal als Grenze, mal als Verbindungsweg zur Schweiz in Erscheinung. Neben Zeiten des regen Grenzverkehrs fungierte der Rhein während des 2. Weltkrieges als abgeschottete Grenze. Die historische Holzbrücke spielte hierbei eine wesentliche Rolle. Fast wäre diese später dem Bau des Rheinkraftwerks zum Opfer gefallen. Auch gab der Rhein schon früh Anlass für touristische Bestrebungen, barg aber mit wiederkehrenden Hochwassern auch Gefahren.

Hochrheinmuseum Schloss Schönau 

Schönaugasse 5
79713 Bad Säckingen

07761 2217
schloss@bad-saeckingen.de

Öffnungszeiten

April bis Oktober:
Mittwoch bis Sonntag:
14:00 – 17:00 Uhr

November bis März:
Donnerstag, Sonntag:
14:00 – 17:00 Uhr

Antikenmuseum Basel

Bildkomposition mit Porträtkopf des Gaius Julius Caesar, Gipsabguss eines postumen Bildnisses aus dem 1. Jh. n. Chr., Inv. SH 1815 und  einer Aufnahme des Rheins bei Basel.
Composition d‘images avec une tête  de portrait de Gaius Julius  Caesar, moulage en plâtre d‘un portrait posthume du 1er siècle  après J.-C., Inv. SH 1815 et une  photo du Rhin à Bâle. Bild/Image:  Adobe Photostock, Markus Thoenen Antikenmuseum Basel

Ave Caesar! Römer, Gallier und Germanen am Rhein
23. Oktober 2022 – 30. April 2023
Die Ausstellung widmet sich dem Rhein in der Antike, als der Fluss eine wichtige Handelsroute und Verkehrsachse quer über den Kontinent war und somit die Geschichte unserer Region und ganz Europas prägte. Ausführlich thematisiert werden nicht nur Caesars Feldzüge, sondern auch die politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen dem Rheingebiet und den Hochkulturen des Mittelmeerraumes. Der Fluss dient dabei als roter Faden, um die Kontakte zwischen Griechen, Etruskern, Römern und den hier ansässigen Stämmen der Gallier und Germanen links und rechts des Ufers aufzuzeigen. Wie verändern sich Gesellschaft und Umwelt durch diese interkulturellen Begegnungen?

Antikenmuseum Basel und Sammlung Ludwig

St. Alban–Graben 5
CH-4010 Basel

+41 61 201 12 12

Öffnungszeiten: Di, Mi, Sa, So 11 – 17 Uhr, Do, Fr 11 – 22 Uhr

info@ antikenmuseumbasel.ch

antikenmuseumbasel.ch

Hafenmuseum Basel

Hafenmuseum Basel - Der Rhein und seine Weidlinge

Basel, etwa Anfang des 19. Jhs. Bâle au début du 19ème siècle. Bild/image: Fotoarchiv Dokumentationsstelle Gemeinde
Riehen

Der Rhein und seine Weidlinge
1. September 2022 bis 30. Juni 2023

Im Mittelalter war der Weidling ein bedeutendes Transport- und Reisemittel für die Basler Wirtschaft. Es wurden Waren, Mensch und Vieh transportiert und Pilgerfahrten gemacht. Die bis ins 20. Jahrhundert ausschließlich aus Holz gebauten Flachboote waren bestens geeignet, um sich im wilden Rhein mit teils seichten Gewässern fortzubewegen. Heute kommt er im Militär – nicht zuletzt wegen seiner Stapelbarkeit – und im Wassersport zum Einsatz.

Die Ausstellung zeigt einen echten Weidling, schildert in Bild, Ton und Texten seine Geschichte und lässt alte Erzählungen neu aufleben. Die Wasserfahrvereine beider Basel werden vorgestellt und leisten eigene Beiträge.

Hafenmuseum

Verkehrsdrehscheibe Schweiz
Westquaistrasse 2
4057 Basel

+41 61 631 42 65

www.hafenmuseum.ch

Facebook Hafenmuseum

Instagram: @hafenmuseum_basel

Bingen - Museum am Strom

Titelbild des Brettspiels „Rheinreise“ mit einer allegorischen Darstellung des  Rheins, um 1910.
Couvercle du jeu de société « Voyage sur le Rhin » avec une  représentation allégorique du Rhin, vers 1910.
Bild/image: Stadt Bingen

Museum am Strom

Der Rhein im Spiel. Von der Gründerzeit bis zur Gegenwart
14. März 2023 – 30. Oktober 2023

„Der Rhein […] ist der Strom des deutschen Weines und der Sage und eine der belebtesten Wasserstraßen. An ihn und sein Gebiet knüpfen sich die bedeutendsten Ereignisse der Deutschen Geschichte; seine Täler sind reich an Schönheiten.“ So heißt es in der Anleitung zum Spiel „Rheinreise“ vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Egal ob Reisegeschichte, Rheinklischees oder große Politik – die Spiele verkörpern Vergangenheit auf unterhaltsame Weise und in wunderschöner Gestaltung zugleich. Besucher*innen sind herzlich eingeladen, an Mitmachstationen in die virtuelle Welt historischer Reisespiele einzutauchen – und ganz nebenher auch Wissenswertes vom Rhein und seiner Darstellung im Medium Spiel zu erfahren.

Museum am Strom

Stadtverwaltung Bingen am Rhein
Museumstraße 3

55411 Bingen am Rhein

Museum am Strom

Henry Weber: Kraftwerkbau, 1951, Öl auf Leinwand, 73 x 63 cm.
Henry Weber : Construction d‘une centrale électrique, 1951, huile sur toile, 73 x 63 cm.
Bild/Image: Birsfelder Museum

Birsfelder Museum

Eine Insel entsteht – Bau des Kraftwerkes Birsfelden 1950 – 1955
24. März – 7. Mai 2023

Mit der Industrialisierung erhöhte sich der Bedarf an Elektrizität in der Region Basel stark und Ideen zur Nutzung der Wasserkraft des Rheins bei Birsfelden kamen schon in den 1890er Jahren auf. Allerdings wurde das Projekt erst nach dem 2. Weltkrieg greifbar und im November 1950 begannen die mehrjährigen Bauarbeiten. Damit die Schifffahrt auf dem Rhein trotzdem gewährleistet war, musste eine Schleusenanlage gebaut werden, was die Flusslandschaft einschneidend veränderte: Es entstand eine Insel. Der Kraftwerkbau des Architekten Hans Hofmann unterscheidet sich von anderen solcher Anlagen durch seine luftige und transparente Optik und gilt heute als Meisterwerk der Architektur.

Birsfelder Museum
Schulstrasse 29
CH-4127 Birsfelden

+41 (0) 61 311 48 30
www.birsfeldermuseum.ch

Öffnungszeiten

Mi 15-18 / Sa 14-17 / So 11-17 / freier Eintritt

Der Tullaturm mit Festspielkulissen 1968.
La tour de Tulla intégrée dans les coulisses du théâtre en plein air, 1968.
Bild/Image: Stadtarchiv Breisach

Museum für Stadtgeschichte

„Dem Bändiger des wilden Rheins“ – Breisachs Tullaturm als zentrales Denkmal für Johann Gottfried Tulla
Voraussichtlich Februar bis April 2023

Auf dem Schlossplatz in Breisach, dem heutigen Festspielgelände auf dem Münsterberg, entstand nach langen Diskussionen um Form und Standort einer zentralen optischen Würdigung des Werkes des badischen Ingenieurs Johann Gottfried Tulla 1873/74 ein markanter historistischer Turm mit Ausblick auf den „gebändigten“, begradigten Rhein. Die Ausstellung zeigt Dokumente zu seiner Entstehung und Bedeutung vom Kaiserbesuch 1879 bis zur militärischen Nutzung am Ende des Zweiten Weltkriegs und Teil der Kulisse der Breisacher Festspiele seit 1962.

Museum für Stadtgeschichte

Rheintorplatz 1
D-79206 Breisach am Rhein

www.breisach.de

Alte Schule Efringen-Kirchen

Rhein Spaziert
29. Juli 2022 – 29. Mai 2023
im Foyer des Rathauses Efringen-Kirchen

Burgherren, Raubritter, Soldateska. Fährmänner, die im Notfall über den Fluß evakuieren. Vorbeitreibende Eisberge (flußab), ein vorbeischwimmender Wal (flußauf). Felsen, Brücken, Schiffbrüche, Schatzfunde, Überschwemmungen, Mühlen, Burgen, Mammutzähne, Zöllner, Furten. Angelandete Fässer, die Beute versprechen – aber auch den Leichnam einer Hexe enthalten können. Und dazwischen Leute auf dem Weg von A nach B …

Das Museum in der ‚Alten Schule‘ sammelt: Berichte, Bilder, Informationen rund um den Rhein, über ganz normale Leute in ganz normalen Zeiten und ganz normale Leute in ganz üblen Zeiten. Und zu den Orten, draußen, im Gelände, am Rhein. Unsere Ausstellung will Lust machen: spazieren zu gehen und die Orte des Geschehens zu entdecken und zu erkunden. Burgen und Klöster, Mühlen und Fähren, Kapellen und Schanzen, Inseln und Rheinarme. Manches ist noch da, anderes inzwischen verschwunden. Geblieben sind ihre Geschichte(n).

„Der Fluß ist infolge der starken Strömung sehr heftig, und es geschieht manchmal, daß er Blöcke von steinhart gefrorenem Schnee führt und irgend ein Bauwerk, zum Beispiel eine Brücke oder dergleichen, zum Einsturz bringt. Die Leute, welche auf diesem Flusse schiffen, sind in großer Gefahr, an irgend etwas anzustoßen, was sie zerschellt, obwohl sie bei diesem Geschäft sehr vorsichtig sind. Ein Schiff, welches hinabfährt, kommt niemals zurück, weil es gegen ein so reißendes Wasser nicht ankämpfen könnte, und wahrlich, die Strömung ist so stark, dass einem der Kopf schwindelt, wenn man hineinsieht. In dem Flusse gibt es viele Fische, welche gut zu essen und zuträglich sind, unter andern sehr große Salmen.“

// Aus dem Reisebericht des Pero Tafur aus Kastilien, 1438/39.

Museum in der „Alten Schule“

Austellung im Foyer des Rathauses Efrignen-Kirchen

Hauptstraße 26
79588 Efringen-Kirchen

Mo-Fr 8-12, Do 14-19 Uhr

Kontakt:

Museum in der ‚Alten Schule‘

Tel. 07628/8205

museum@efringen-kirchen.de

https://www.foerderkreis-museum.de/sonderausstellungen

Wanderausstellung des Regierungspräsidiums Freiburg

Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO)Drei Länder. Ein Lebensraum. Grenzenlose Vielfalt.
8. November 2022 – 26. Februar 2023 im Dreiländermuseum Lörrach


Das deutsch-französisch-schweizerische Oberrheingebiet ist ein gemeinsamer Lebensraum, wo unterschiedliche Kulturen und Traditionen kein Hindernis darstellen, sondern einen Reichtum im Herzen Europas begründen.

Die TMO ist als Kooperationsplattform für die Grenzregion einzigartig. Hier arbeiten Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft eng zusammen, um die Zukunft des Oberrheins als unverwechselbare Region in Europa nachhaltig und innovativ zu gestalten.

Menschen aus drei Ländern berichten: Wie entstand der Wunsch grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten? Was bedeutet die Zusammenarbeit für den Alltag? Außerdem wagt die Ausstellung einen Blick in die Zukunft der Region am Oberrhein!

www.rmtmo.eu

Eine in Kooperation mit dem Regierungspräsidium Freiburg entwickelte Ausstellung der Trinationalen Metropolregion Oberrhein,  präsentiert im Dreiländermuseum und an anderen Orten.

Grenzach-Wyhlen - Rheinübergänge

Regionalmuseum Römervilla, Grenzach-Whylen

Rheinübergänge zur Römerzeit
17. September 2022 – 29. Mai 2023

Drei Brücken, zwei Ufer, ein Kulturraum: Vor 2000 Jahren floss der Rhein mitten durch das Gebiet der Colonia Augusta Raurica.
Südlich des Rheins lag die Stadt, am anderen Ufer produzierten Landgüter und Villae rusticae für den lokalen Markt. Wie wichtig die Verbindung war – doch stets gefährdet durch den Fluss – zeigt der Bau mehrerer Brücken an verschiedenen Standorten.

Auch wenn die Fernstraßen der günstigeren Topografie am linken Ufer folgten, bedeutete doch die Abkürzung des Rheinknies über die Brücken bei Augst und Kembs wertvolle Zeitersparnis.
Die heute so selbstverständliche Rheingrenze bildete sich erst mit dem Rückzug der Römer aus dem rechtsrheinischen Germanien.

Regionalmuseum Römervilla – Grenzach
Museum für römische Alltagskultur

Hauptstraße 25, 79639 Grenzach-Wyhlen

Geöffnet: Sonn- und Feiertage,  15 bis 18 Uhr

Winterpause Nov-März

Führungen unter: 07624/1813

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Gunsbach - Albert und Helene Schweitzer

Helene Bresslau und Albert Schweitzer bei einem Spaziergang, Mai 1909.
Hélène Bresslau et Albert Schweitzer en balade, mai 1909.
Bild/Image: Archives centrales Albert Schweitzer Gunsbach

Albert Schweitzer Haus in Gunsbach

Hélène und Albert Schweitzer „an unserem Platz am Rheinufer“
16. Mai 2023 – 2. Dezember 2023

Der Rhein prägte immer wieder das Leben von Hélène und Albert Schweitzer – von den frühen Gefühlen bis zum Namen ihrer Tochter „Rhéna“, über die Wechselfälle des Krieges, als Zufluchtsort oder als politische und kulturelle Grenze.

„Ich hatte an jene Stunde am Rhein gedacht, in der ich Ihnen alles gesagt hatte und in der Er sich zwischen uns stellte und uns so tief wie möglich, für eine gemeinsame Arbeit vereinte“, schreibt Albert Schweitzer an Hélène Breslau 1905. Der Rhein spielt im Leben der beiden Menschen immer wieder eine besondere Rolle – von den ersten Gefühlen bis zum Namen ihrer Tochter „Rhéna“, bei den Auswirkungen des Krieges, als Zufluchtsort und Komplize, als politische und kulturelle Grenze. Im Haus in Gunsbach, wo der Friedensnobelpreisträger zwischen seinen Aufenthalten in Afrika lebte, laden wir dazu ein, diese weniger bekannte und dennoch grundsätzliche Facette des Lebens des berühmten Paares zu entdecken.

Maison Albert Schweitzer (AISL)
8 rue de Munster
68140 GUNSBACH

Öffnungszeiten

Di-Sa 10-12, 14-17 Uhr

Von Juni bis September auch sonntags geöffnet.

Feiertags geschlossen.

Schweitzer.org

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Le peintre Gustave Bourgain au Hartmannswillerkopf en novembre 1915

Der Maler Gustave Bourgain auf dem Hartmannswillerkopf im November 1915.
Le peintre Gustave Bourgain au Hartmannswillerkopf en novembre 1915.
Bild/Image: Famille Chardigny-Bernard

Hartmannswillerkopf

Kunst am Rhein entlang – Deutsche und französische Blicke auf den Ersten Weltkrieg
Juni bis November 2023

Während des Ersten Weltkriegs haben deutsche und französische Künstler auf beiden Seiten des Rheins versucht, den Hartmannswillerkopf und seine Umgebung darzustellen. Ihre Arbeiten, sowohl von Profis als auch von Amateuren, spiegeln die ganze Komplexität des Elsass wider, das in dieser Zeit zwischen Frankreich und Deutschland umkämpft war.

In Zusammenarbeit mit Museen wie dem Wehrgeschichtlichen Museum in Rastatt, dem Dreiländermuseum in Lörrach, dem Musée de la Grande Guerre in Meaux und dem Abri mémoire in Uffholtz beleuchtet diese Ausstellung verschiedene malerische Ansätze der Vogesenfront.

Hartmannswillerkopf
Gedenkstätte Vieil Armand
Route des Cretes
68700 Wattwiller

+33 (0)9 71 00 88 77

www.memorial-hwk.eu

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Krieg und Frieden - Museum Heidelberg

Die hallstattzeitliche Reiterfigur von Unlingen vor dem Heidelberger Kriegsgeschehen im Jahr 1689.
Statue d’un cavalier de l‘époque Hallstatt d‘Unlingen et scène de la guerre de Heidelberg en 1689.
Bild/Image: Gemäldedetail F. Dietz, 1868 © Museum der Stadt Weinheim/Witt; Bronzefigur © LAD BW/Ginger Neumann

 

Kurpfälzisches Museum Heidelberg

Krieg und Frieden – Konfliktarchäologie an Rhein und Neckar
18. September 2022 bis 29. Januar 2023

Eine Ausstellung des Kurpfälzischen Museums Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart.

Die Vergangenheit kennt zahlreiche Hochkulturen, die von Wohlstand und Frieden in Not und Krieg abgeglitten sind. Kriegerische Auseinandersetzungen prägen das Schicksal vieler Generationen und verursachen weltweit unfassbare Tragödien.

Die Ausstellung „Krieg und Frieden – Konfliktarchäologie an Rhein und Neckar“ spannt den inhaltlichen Bogen vom Menschen-, Vieh- und Landraub der Jungsteinzeit bis hin zum hochgerüsteten Maschinenkrieg der Moderne. Mit den Methoden und Fragestellungen der noch jungen Fachrichtung Konfliktarchäologie geht es auf eine Spurensuche nach verhängnisvollen Kipppunkten der Geschichte.

Ein solcher Wendepunkt jährt sich im September 2022 zum 400sten Mal und ist Beweggrund für die Ausstellung: die erste große Zerstörung Heidelbergs durch bayerische Truppen zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs. Archäologische Funde aus den Stellungen der Angreifer und aus der belagerten Altstadt dokumentieren den Alltag in einer Zeit des Schreckens. Die Ausstellung zeigt neben diesem bedeutenden Fundkomplex viele weitere archäologische Zeugnisse kriegerischer Auseinandersetzung. Es ist eine berührende und tiefgreifende Schau, die den fortwährenden Wunsch nach Frieden bekräftigt.

Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg

Hauptstraße 97
69117 Heidelberg

Tel: +49 6221 58 34000

kurpfaelzischesmuseum@heidelberg.de

Öffnungszeiten
Di – So, 10 bis 18 Uhr

www.museum.heidelberg.de

Huningue

Die Radierung von 1797 zeigt die strategische Lage der Vauban-Festung am Rhein in Hüningen. Die Ausstellung informiert in einem ihrer historischen Gebäude.
La gravure de 1797 montre la position stratégique de la forteresse de Vauban sur le Rhin à Huningue. L‘exposition est présentée dans un des bâtiments historiques.
Bild/Image: Dreiländermuseum K 18-144

Musée historique et militaire Huningue

Vauban und der Rhein sind eins!
Dauerausstellung

Hüningen, die einzige französische Stadt am Rhein, hat seit ihrer ersten Erwähnung im Jahr 828 eine einzigartige Beziehung zum Fluss. Einst Fischerdorf und dann militärische Festung, überwindet die Stadt heute den Fluss und ist ein Ort des Austausches par excellence. Die Ausstellung im Musée historique et militaire geht auf diese einzigartige Verbindung ein und beleuchtet insbesondere die Festung, die ab 1679 auf Befehl von Ludwig XIV. erbaut wurde. Die Zitadelle war ein militärischer Sperriegel für das neu an Frankreich angegliederte Elsass und sollte die Rheinbrücke von Basel neutralisieren. Zu diesem Zweck nutzte Architekt Vauban den Rhein, um seine Ziele zu erreichen.

Musée historique et militaire

6 rue des Boulangers

Geöffnet 1. und 3. Sonntag im Monat 14:30 – 17:30 Uhr, im August geschlossen

Führungen unter:

03 89 89 33 94

www.histoire-huningue.eu

Dukat aus Rheingold, Kurpfalz, Münzstätte Mannheim, geprägt 1767, im Vordergrund Darstellung des Goldwaschens am Ufer des Rheins

Dukat aus Rheingold, Kurpfalz, Münzstätte Mannheim, geprägt 1767, im Vordergrund Darstellung des Goldwaschens am Ufer des Rheins.
Ducat en or du Rhin, Palatinat électoral, Monnaie de Mannheim, frappé en 1767, au premier plan représentation de l‘orpaillage sur les rives du Rhin.
Bild/Image: Sammlung Badisches Landesmuseum

Badisches Landesmuseum Karlsruhe

Rheingold – Rohstoff aus dem Fluss
24. September 2022 – 10. September 2023

Mythen und Legenden kreisen um den märchenhaften Schatz, den der Rhein bergen soll. Doch hinter den Geschichten steckt ein wahrer Kern. Wie viele Gebirgsflüsse führt auch der Rhein natürliches Gold mit sich. Wohl schon seit der Antike haben Menschen Mittel und Wege gefunden, dieses edle Metall dem Fluss zu entlocken. Mühsam und in vielen Arbeitsschritten kann das Gold aus den Ufersanden des Rheins herausgewaschen werden. Diese Ausbeute ermöglichte vielen Menschen einen einträglichen Hinzuverdienst. Für manchen ist das Goldwaschen bis heute ein Hobby geblieben. Der Glanz des Goldes spiegelt sich in Münzen und Medaillen wider. Bis in die Gegenwart werden diese in kleiner Auflage geprägt.

Schloss Karlsruhe
Schlossbezirk 10
76131 Karlsruhe

T +49 (0)721 926-6514

www.landesmuseum.de

Öffnungszeiten: Dienstag-Donnerstag 10-17 Uhr, Freitag-Sonntag, Feiertag 10-18 Uhr

Hochbetrieb im Rheinstrandbad Rappenwört, Juli 1969, Foto: Stadtarchiv Karlsruhe

Hochbetrieb im Rheinstrandbad Rappenwört, Juli 1969.
Grande affluence à la piscine de la plage du Rhin à Rappenwört, juillet 1969.
Bild/Image: Stadtarchiv Karlsruhe

Karlsruhe – Stadtmuseum

Stadt, Mensch, Fluss. Karlsruher*innen am Rhein
1. Oktober 2022 bis 2. April 2023.

Im Zentrum der Ausstellung stehen Karlsruher*innen, in deren Leben der Rhein eine wichtige Rolle spielt oder spielte – aber auch solche, die ihrerseits das Gesicht des Flusses bei Karlsruhe prägen oder prägten. Präsentiert werden nicht nur historische Persönlichkeiten, sondern auch heutige Bewohner*innen der Stadt.

Die vorgestellten Menschen sind ebenso unterschiedlich wie ihre Bezüge zum Fluss. Ob als Arbeitsplatz oder Sportfläche, ob als künstlerische Inspirationsquelle oder Naturerlebnisraum – die Ausstellung führt vor Augen, welch vielfältige Möglichkeiten der Rhein seit jeher bietet und wie die Karlsruher*innen diese ganz unterschiedlich und immer wieder neu zu nutzen wissen.

Stadt­mu­seum im Prinz-Max-Palais
Karl­straße 10
76133 Karlsruhe
Tel. +49 721 133-4231 oder -4234

E-Mail: stadtmuseum@kultur.karlsruhe.de

Webseite

Öffnungszeiten: Dienstag und Freitag 10-18 Uhr, Donnerstag 10-19 Uhr, Samstag 14-18 Uhr, Sonntag 11-18 Uhr

Strasbourg Eisenbahnbrücke bei Kehl

Für den Orient-Express gebaut: die Eisenbahnbrücke zwischen Kehl und Straßburg.
Construit pour lʼOrient-Express : le pont ferroviaire entre Kehl et Strasbourg.
Bild/Image: Stadtarchiv Kehl

Hanauer Museum Kehl

Übergänge
Kehl: Der Rhein, die Brücken, die Menschen
7. Mai bis 27. August 2023

Marie Antoinette, Caron de Beaumarchais, Sigmund Freud: Mit der Überquerung des Rheins bei Kehl änderte sich ihr Leben grundlegend – sei es, um französische Königin zu werden, um verbotene Schriften zu drucken oder um einem verbrecherischen Regime zu entfliehen.

Die Ausstellung porträtiert nicht nur Menschen, für deren Biografie die Brücken zwischen Kehl und Straßburg eine entscheidende Rolle spielten, sondern zeigt auch die vielfältige Geschichte der Übergänge zwischen Kehl und Straßburg.

Hanauer Museum Kehl

Friedhofstraße 5
77694 Kehl

+49 7851 882650
hanauer-museum@stadt-kehl.de

Öffnungszeiten: Do, Fr, So 11-17 Uhr

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Salle d’exposition : l’aménagement hydro-électrique Ausstellungsraum: Wasserkraftanlage

Maison du Patrimoine de Kembs

Kembs, der Rhein und seine Gestaltung im Laufe der Zeit
6. Juli 2022 bis 27. September 2023

Das Maison du Patrimoine de Kembs präsentiert eine Ausstellung, die die Geschichte und die Umwelt des Rheins nachzeichnet. Es handelt sich um eine spezielle Jubiläumsausstellung zum 90. Jahrestag der Einweihung des Kraftwerkes am Rhein (1932-2022).

Das Maison du Patrimoine in Kembs bietet seit 2015 der Öffentlichkeit die Möglichkeit, 2000 Jahre lokale Geschichte von der gallo-römischen Epoche bis zum Industriezeitalter zu entdecken.

Zur Ausstellungsreihe “Der Rhein” präsentiert das Haus eine Ausstellung zur Geschichte und die Umwelt des Rheins in Kembs. Sie berichtet vom reichen Kulturerbe und der Entwicklung im Laufe der Zeit. Ein chronologischer Rundgang beleuchtet mit Gemälden, Gravuren, Grenzkarten und alten Fotos den Rhein vom 19. Jahrhundert bis heute. 90 Jahre nach der Einweihung des Kraftwerkes 1932 stellt die Jubiläumsausstellung den Bau des Kanals, des Wasserkraftwerks, des Staudamms und der Schleuse von Kembs vor.

www.kembs-lamaisondupatrimoine.fr

Maison du Patrimoine de Kembs

59 rue de Maréchal Foch 68680 Kembs

tèl +33 03 89 31 69 88

Öffnungszeiten
jeden Mittwoch von 14 bis 18 Uhr, am ersten Sonntag im Monat von 10 bis 12 Uhr und nach vorheriger Reservierung.

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Der Raum der Wetterextreme berichtet von Hoch- und Niederrwasser und waas man auf dem Rhein erlebte, wenn er zufror. Fotografie: Rolf Brand

Der Raum der Wetterextreme berichtet von Hoch- und Niederwasser und erzählt uns, was man auf dem Rhein erlebte, wenn er zufror.
L’espace consacré aux graves intempéries raconte les crues et les sécheresses, le quotidien sur le Rhin gelé.
Bild/Image: Wilhelm Friedrich Gmelin (1760–1820): Sicht auf die Stromschnellen bei Laufenburg. Fotografie: Rolf Brand

Museum Schiff  Laufenburg

Gefahr am Fluss – Ertrag und Risiko des Rheins für Fischer, Flösser, Schiffer und Reisende

5. Februar 2022 – Frühling 2023

Treffender als Emil Strauss es in seiner Erzählung „Der Laufen“ von 1926 formuliert hat, kann man die Gefahr am Fluss kaum beschreiben: „Ja – den einen will er, den andern will er nicht…“.

Folgen Sie alten Handelswegen auf den damals schiffbaren Flüssen Rhein, Reuss, Limmat und Aare und hören Sie von einem tragischen Unglück, das sich ereignete, als 1626 ein morscher Kahn seine Fahrt zur Zurzacher Messe aufnahm. Welche Rolle spielten Fischer, Flösser und Schiffer und wie überwand man die Stromschnelle in Laufenburg? Das Thema „Wetterextreme“ führt uns in die Gegenwart, lässt Zeitzeugen zu Wort kommen und weist darauf hin, wohin wir uns zukünftig bewegen.

Museum Schiff Laufenburg

Fluhgasse 156
Laufenburg / CH

Öffnungszeiten: Mittwoch: 14 – 16 Uhr, Samstag und Sonntag: 14 bis 17 Uhr

www.museum-schiff.ch

Blick vom Rhein auf der Höhe Auhafen Muttenz in Richtung Baselbieter Jura (Theodor Strübin, ca. 1965. Sammlulng Archäologie und Museum Baselland)

Blick vom Rhein auf der Höhe Auhafen Muttenz in Richtung Baselbieter Jura.
Vue depuis le Rhin à la hauteur de Auhafen Muttenz en direction du Jura de Bâle-Campagne.
Bild/Image: Theodor Strübin, ca. 1965. Sammlung Archäologie und Museum Baselland

Museum.BL

Am Rhein. Eine Spurensuche zwischen Augst und Birsfelden
5. November 2022 bis 5. Februar 2023

Der Kanton Basel-Landschaft liegt am Rhein. Zwischen Ergolz- und Birsmündung strömt er über 7800 Meter ruhig dahin und bildet die Landesgrenze zu Deutschland. Zusammen mit seinem Talboden ist der Strom für den Kanton von großer Bedeutung. In der Ausstellung sehen wir einerseits, wie intensiv der Fluss und sein Umland für Schifffahrt und Handel sowie zu Stromerzeugung und Rohstoffgewinnung genutzt werden.

Andererseits blicken wir auf einen Naturraum, wo Wasservögel das milde Klima zur Überwinterung nutzen, Biber letzte Auenfragmente umgestalten und wo auf die Rückkehr des ausgerotteten Lachses gehofft wird. Die Besuchenden finden im Rhein den Ursprung einer reichen Geschichte und Gegenwart.

Museum.BL
Zeughausplatz 28
4410 Liestal

Tel +41 (0) 61 552 59 86
E-Mail: museum@bl.ch

Öffnungszeiten: Di – So: 10-17 Uhr; Montag geschlossen

www.museum.bl.ch

Eduard Tenner, Der Isteiner Klotz, 1875 Öl auf Leinwand

Dreiländermuseum Lörrach

Der Rhein/Le Rhin – Die Überblicksausstellung
10. November 2022 bis 2. Juli 2023

Der Oberrhein und seine Ebene prägt die Landschaft zwischen Schwarzwald, Vogesen und Schweizer Jura. Seinen Charakter änderte der Fluss im Laufe der Jahrhunderte fundamental. Aber immer blieb er eine wichtige Lebensader und Verkehrsachse. Grenzen und Kriege um den Fluss trennten Menschen, meist aber verband der Rhein die Bevölkerung auf beiden Seiten seines Ufers.

Die Ausstellung des Dreiländermuseums gibt einen Überblick zum Oberrhein, seiner Geschichte und seiner Bedeutung für das Leben und die Kultur der Menschen. Ein Schwerpunkt gilt dem national unterschiedlichen Blick: In Deutschland entwickelte sich „Vater Rhein“ zur Personifikation eines urdeutschen Flusses, die „Wacht am Rhein“ wurde als nationale Aufgabe stilisiert. Frankreich sah seit dem 17. Jahrhundert im Flusslauf eine Linie, die die natürliche Ostgrenze des Landes bilden müsse. Das schweizerische Basel mit seiner alten Rheinbrücke entwickelte sich zu beiden Seiten des Flusses.

Die Ausstellung präsentiert in deutscher und französischer Sprache auf rund 400 m² über 200 Exponate aus der Sammlung des Dreiländermuseums. Auch der reich bebilderte Ausstellungskatalog ist zweisprachig. Gemälde und Literatur erinnern an die Rheinromantik. Grafiken und Karten zeigen den Fluss, seine Nutzung und die gewaltigen Veränderungen durch Begradigung und Kanalisierung. Naturkundliche Exponate beleuchten Erdgeschichte und Ökologie. Dokumente erinnern an historische Krisensituationen. Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit über 50 Veranstaltungen und ein vielseitiges museumspädagogisches Angebot.

Dreiländermuseum

​Basler Straße 143
​D-79540 Lörrach

​+49 7621 415 150

museum@loerrach.de

Öffnungszeiten: Di-So 11:00 – 18:00 Uhr

Inspiration

Zusammen fließen – Inspirationen zum Rhein
6. März 2023 bis 28. Mai 2023

Der Wunsch, eine Emotion zu vermitteln, steht oft am Beginn künstlerischen Schaffens. Dies ist auch Grundlage des Projektes „Inspiration », das seit 2013 jährlich im Dreiländermuseum stattfindet. Menschen mit Beeinträchtigung aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz wählen Kunstwerke aus der Lörracher Museumssammlung als Inspirationsquellen aus, um selbst künstlerisch tätig zu werden. Inspiration Nr. 9 widmet sich dem Rhein. Die Ausstellung zeigt die ausgewählten Originale und davon inspirierte Arbeiten, die in inklusiven Einrichtungen in den drei Ländern entstanden. Es entsteht ein lebendiger Dialog zwischen den Museumswerken, den Neuschöpfungen, den Kreativen und den Betrachtern.

Im Hebelsaal des Dreiländermuseums

Mannheim

Robert Häusser, Treppe, 1960er Jahre.
Robert Häusser, Escalier, années 1960.
Bild/Image: Robert Häusser – Robert-Häusser-Archiv/Curt-Engelhorn-Stiftung, Mannheim

Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim

Die Welt am Oberrhein – Fotografien von Robert Häusser aus den 1960er Jahren
30. September 2022 – 30. Juli 2023

Das Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen präsentiert ab Herbst 2022 die Sonderausstellung „Die Welt am Oberrhein – Fotografien von Robert Häusser aus den 1960er Jahren“.

Robert Häusser, ein Pionier der zeitgenössischen Fotografie, arbeitete von 1961 bis 1965 für ein einmaliges Langzeitprojekt im Auftrag des Karlsruher Braun-Verlags. Entstanden sind eindrucksvolle Aufnahmen der Burgen, Schlösser, Städte, aber auch der Berufsstände oder des ländlichen und urbanen Alltagslebens entlang des Oberrheins. Die Fotografien erschienen in der 1961 neugegründeten Ausgabe: „Welt am Oberrhein. Zweimonatsschrift für Kultur, Wirtschaft und Dokumentation“. Die Ausstellung zeigt diese Aufnahmen im Zusammenspiel mit noch nie gezeigten Fotografien aus dem Robert-Häusser-Archiv.

Häussers Bilder zeugen noch heute von der großen Bandbreite seines Könnens in der Architektur-, Landschafts-, Industrie- und Reportage-Fotografie. In seiner unverkennbaren Handschrift setzte er Motive in Szene, die er sowohl auf deutscher, als auch auf elsässischer und schweizerischer Seite wählte. Gegenstand und Licht, Form und Inhalt bilden eine bildnerische Dichte sowie untrennbare Einheit. Die analog hergestellten Bilder werden im digitalen Zeitalter zu einem einmaligen historischen Dokument und spiegeln nicht nur die Prosperität in Wirtschaft und Forschung der 1960er Jahre wider. Sie zeigen auch einen politischen und gesellschaftlichen Wandel auf, der Brücken für ein vereintes Europa langsam wachsen lässt.
Robert Häusser gilt heute als Klassiker der Moderne. Er gehört zu den wenigen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit, ausgezeichnet mit internationalen Preisen, darunter dem Hasselblad Award, dem Nobelpreis der Fotografie.

Reiss-Engelhorn-Museen
Zeughaus C5
68159 Mannheim

+49(0)6212933172

reiss-engelhorn-museen@​mannheim.de

rem.buchungen@​mannheim.de

www.rem-mannheim.de

Öffnungszeiten: Di – So (auch an Feiertagen) 11 – 18 Uhr

Am 24.12.2022 und am 31.12.2022 geschlossen.

Salle de commande de l´usine hydroélectrique de Kembs, 1933

Kontrollraum des Kraftwerks Kembs, 1933.
Salle de commande de la centrale de Kembs, 1933.
Bild/Image: Musée Electropolis

Musée Electropolis

Das Kraftwerk Kembs- Im Blick der Fotografen (1920-1950)
17. September 2022 – 2. April 2023

Das Electropolis Museum präsentiert eine Ausstellung zum Thema Wasserkraftwerk Kembs, das im Oktober 2022 sein 90-jähriges Bestehen feiert. Dieses Kraftwerk ist aufgrund seiner Geschichte, seiner Architektur und seiner symbolischen Bedeutung ein Industrieerbe von herausragender Bedeutung.

Dank der Wiederentdeckung von mehr als 500 fotografischen Glasplatten in den Kellern des Kraftwerks Kembs wird der rote Faden der Ausstellung das Bild sein: die Darstellung der Arbeit und der menschlichen Logistik hinter dem pharaonischen Kraftwerksbau zwischen 1927 und 1932, sowie die Proklamation als industrielle und technische Errungenschaft. Die Ausstellung will auch erstmals dokumentieren, wie die Einwohner der Schweiz und Deutschlands die Baustelle und die damit einhergehenden politischen und ökologischen Umwälzungen wahrgenommen haben. Einerseits war Kembs zunächst die starke Bestärkung der französischen Präsenz am Rhein, andererseits wurde dieses Kraftwerk von den Deutschen als traumatische Rheinbeschlagnahme nach dem Ersten Weltkrieg erlebt.

Die Ausstellung wird auch wenig bekannte Themen wie die Zerstörung und den Wiederaufbau des Werks während und nach dem Zweiten Weltkrieg aufgreifen. Durch die Bilder, die den Bau und den Wiederaufbau des Kraftwerks Kembs dokumentieren, nehmen die Geschichte der Menschen und die Darstellungen Gestalt an, die das Kraftwerk letztendlich zu einem Ort des kollektiven und europäischen Gedächtnisses machen.

Musée Electropolis
55 rue du Pâturage BP 52463
68057 Mulhouse Cedex

www.musee-electropolis.fr

Geöffnet dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

Geschlossen vom 1. bis 31. Januar, montags, am Karfreitag, 1. Mai, 1. und 11. November, 25. und 26. Dezember. 24. und 31. Dezember um 16 Uhr geschlossen.

 

Müllheim – Markgräfler Museum im Blankenhorn-Palais

Rheinreise – Au long du Rhin
Rosa Lachenmeier

9. Oktober 2022 bis 26. März 2023

Der Rhein hat viele Facetten. Als europäischer Strom bildet er eine Grenze zwischen Nationen, welche durch zahlreiche Brücken und Fähren wiederum verbunden sind. Reist man dem Rhein entlang, wechseln sich Naturschutzgebiete, Industrie und Hafenzonen ab. Die gerade Linie des Kanals, der die Schifffahrt beherbergt und die Stromgewinnung ermöglichte, verdrängte die ursprünglichen Flussbogen. Die Mäander, die das ehemals breite Flussbett prägten, sind heute in den Naturschutzgebieten sichtbar geblieben und geben dem wiedererwachten Biotop Nahrung.

Auf seinem Grund birgt er historische Zeugnisse, Erinnerungen an vergangene Zeiten, an der Oberfläche hingegen beglückt er heute Schwimmfreudige, die sich im Sommer hinunter treiben lassen. Von jeher galt der Fluss als Metapher für das Fliessen der Zeit: Vergänglichkeit und Gegenwart in einem.

Die Künstlerin Rosa Lachenmeier ist in Basel am Rhein aufgewachsen und in seiner Nähe geblieben. Sie widmet ihre Ausstellung den vielgestaltigen Aspekten dieses Stroms. In ihren Werken verbindet sie meist Fotografie und Malerei und erschafft so eine visuelle Reise entlang des Rheins.

Markgräfler Museum Müllheim im Blankenhorn-Palais

Wilhelmstraße 7
79379 Müllheim

Tel. +49 (0)7631-801-520
museum@muellheim.de

markgraefler-museum.de

Öffnungszeiten: Mi-Sa 14-18 Uhr, So 11-18 Uhr

Die

Die „simplicianische Landschaft“ zwischen Oberkirch und dem Rhein mit Straßburg, 17. Jh.
Le « paysage simplicien » entre Oberkirch et le Rhin avec Strasbourg, 17e siècle.
Bild/Image: Stadtarchiv Oberkirch

Heimat- und Grimmelshausen-museum, Oberkirch

Grimmelshausen und der Rhein
6. November 2022 bis 26. Februar 2023

Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen (1621/22-1676) hat beinahe sein gesamtes Erwachsenenleben im Oberrheingebiet verbracht, zunächst in Offenburg, dann in den heutigen Oberkircher Ortsteilen Gaisbach und Tiergarten und schließlich in Renchen. Zu seinem 400. Geburtstag beschäftigt sich das Heimat- und Grimmelshausenmuseum mit der Sicht des berühmten Barockschriftstellers auf den Rhein. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Passagen aus Grimmelshausens Werk und zeitgenössische bildliche Darstellungen.

Grimmelshausen stellte den Rhein einerseits als wild und gefährlich dar. Boote kenterten und Passagiere gerieten in Lebensgefahr, Eisgang zerstörte Brücken. Außerdem litten die Rheinanwohner im 17. Jahrhundert unter Kriegen, Hunger und Pest. Andererseits wurde der Rhein in Grimmelshausens Büchern aber auch als wichtiger Transportweg beschrieben, er versorgte die Menschen mit köstlichen Lachsen und lag landschaftlich reizvoll. Als Grimmelshausens Romanheld Simplicissimus den Blick von der Moos – einem teilweise auf Oberkirch Gemarkung gelegenen Gebirgszug – in die Umgebung und in Richtung Rhein und Straßburg schweifen ließ, veranlasste ihn dies zu der Bemerkung: „An dieser Aussicht und der Betrachtung so schöner Landschaften erfreute ich mich mehr als am eifrigen Gebet.“

Heimat- und Grimmelshausenmuseum

Hauptstraße 32
77704 Oberkirch

Tel. +49 7802 82-109
+49 780282-381

www.oberkirch.de

Öffnungszeiten: Di, Do 15-19 Uhr, So 10-12.30 Uhr, 14-17 Uhr

Salzkammer, Villa Glenck Pascal Gertschen Fotografie

 

Pratteln – Die Salzkammer

Das «weisse Gold» und seine faszinierende Geschichte am Ufer des Rheins
Ab 1. Mai 2023

Starten Sie im Heute, auf den neu gestalteten Rundgängen durch die aktiven Produktionswerke. Sie erfahren, wie das Salz aus dem Boden auf den Teller kommt und warum die Saline Schweizerhalle für den Pharmastandort Basel entscheidend war, bevor Sie sich auf Ihre Zeitreise in der neubarocken «Villa Glenck», dem ehemaligen Direktionssitz der Schweizer Salinen, direkt am Ufer des Rheins begeben; dort, wo erstmals in der Nordwestschweiz Salz gefördert wurde. Lernen Sie die Rolle des Salzes in der Menschheitsgeschichte kennen, bestaunen Sie jahrtausendealte «Millionen-Salzblöcke» und historische „Salieren“ und werfen Sie einen Blick in ein freigelegtes Originalbohrloch.

 

Die Salzkammer

Rheinstrasse/Schweizerhalle
4133 Pratteln

Führungen nach Vereinbarung

Postfach
4133 Pratteln

061 825 51 51 
061 825 51 79
besuch@saline.ch

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Die Korrektion des wilden Rheinstroms durch Johann Gottfried Tulla war eine Folge der Verhandlungen auf dem Rastatter Kongress. Bildrechte: Stadtarchiv Rastatt

Die Korrektion des wilden Rheinstroms durch Johann Gottfried Tulla war eine Folge der Verhandlungen auf dem Rastatter Kongress.
La correction du cours sauvage du Rhin par Johann Gottfried Tulla est une conséquence des négociations du Congrès de Rastatt.
Bild/Image: Stadtarchiv Rastatt

Stadtmuseum Rastatt

„Die Augen von ganz Europa sind auf Rastatt gerichtet.“
Der Kongress von 1797-1799
25. November 2022 bis 24. September 2023

Auf dem Rastatter Kongress, abgehalten nach dem ersten Koalitionskrieg, war der Rhein ein wichtiger Streitpunkt. Napoleons Auftritt sollte die politische Landkarte nachhaltig verändern. Die französische Delegation forderte die Abtretung der linksrheinischen Gebiete und deren Anerkennung. In langen Verhandlungen mussten die betroffenen Fürsten für die verlorenen Gebiete entschädigt werden. In der Folge verfestigte sich der Rhein als deutsch-französische Grenze.

Der zweite Koalitionskrieg beendete schließlich den Rastatter Kongress. Der bis heute ungeklärte Mord an den französischen Gesandten bildete den unrühmlichen Abschluss eines weitgehend ergebnislosen Kongresses.

Stadtmuseum Rastatt
Herrenstraße 11
76437 Rastatt

www.stadtmuseum-rastatt.de

Instagram: staedtischemuseenrastatt

Öffnungszeiten: Do-Sa. 12-17 Uhr, So. und Feiertage 11-17 Uhr

Rheinfelden (CH)

Ansicht der Rheininsel mit dem überhöhten ‚Burgstell‘ und der damaligen Rheinbrücke vor 1840.
Vue sur l’île du Rhin avec le ‘Burgstell’ surélevé avant 1840.
(FM D.519) Bild/Image: Fricktaler Museum

Fricktaler Museum

Rhein geschaut! Facetten des Lebens am Hochhein
9. September 2022 – 10. Dezember 2023 (Winterpause 12.12.22-31.3.2023)

Die Ausstellung erzählt Geschichten über das Leben in Rheinfelden, einer Stadt am längsten Schweizer Fluss, dem Rhein. Geschichten von der Fischerei, vom Arbeitsort und Nahrungslieferant, von der Mode in der Kurstadt, vom Rhein-Design, von der Entwicklung der Stadt am Übergang einer Hauptverkehrsachse, oder vom Leben am (Grenz-)Fluss, vom Wasserkraftwerk, das schon vor über 100 Jahren nachhaltige Energie erzeugte und das trinationale Gebiet mit Strom versorgt.

Die vielen Gesichter des Rheins spiegeln sich in zahlreichen Facetten des Lebens am Fluss, mit Risiken wie Hochwasser und Vorzügen des Flusses als Freizeitraum.

Die Stadt – modern, pittoresk, kulturell attraktiv und liebenswert …

Fricktaler Museum
Marktgasse 12,
4310 Rheinfelden,

Tel: +41 61 835 57 80

E-Mail: fricktaler.museum
@rheinfelden.ch

www.fricktaler-museum.ch

Öffnungszeiten: Di, Sa, So jeweils 14-17 Uhr

Purple Flow

„Haus Salmegg“, “Purple Flow“.
„Haus Salmegg“, “Purple Flow“.
Bild/Image: Herbert Bächle, Petra Heck

Haus Salmegg

Panta Rhei(n) – Kunst am/im Fluss
2. Oktober 2022 – 12. Februar 2023

Kunstausstellung von zeitgenössischen, regionalen Künstler*innen zum Thema „Wasser / Rhein / Fluss“. Die thematische Auseinandersetzung erfolgt sowohl gegenständlich als auch abstrakt durch Malerei, Objekte, Skulpturen und Fotografie.

Haus Salmegg

Rheinbrückstraße 8
79618 Rheinfelden (Baden)

Öffnungszeiten: Die Galerie im Haus Salmegg ist Samstag und Sonntag von 12.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

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Das alte, 1884 erbaute und 2011 errichtet, damals größte Flusskraftwerk Europas

Das alte, 1894 erbaute und 2011 abgerissene, damals größte Flusskraftwerk Europas.
L’ancienne centrale fluviale, construite en 1894 et alors la plus grande d’Europe, démolie en 2011.
Bild/Image: Wolfgang Bocks

Verein Haus Salmegg (Rathaus)

Zwei Flusskraftwerke in Rheinfelden. Technikgeschichte von europäischem Rang
06. November 2022 – 31. Januar 2023

Rheinfelden kann auf zwei Laufwasserkraftwerke zurückblicken: Die Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR) wurden 1895 – 1898 als damals größtes europäisches Flusskraftwerk mit 16.800 PS als deutsch-schweizerisches Gemeinschaftsprojekt gebaut. Um das Kraftwerk herum entstand ein Komplex mit drei elektrochemischen Großfabriken. KWR setzte mit der Einführung von Drehstrom und 50 Hz-Frequenz Maßstäbe für die Elektrotechnik. Dies war die Geburt der Stadt Rheinfelden (Baden). 1904 begann zwischen KWR und dem Aare-Kraftwerk Beznau das europäische Stromverbundsystem. Konzessionsbedingt wurde von 2003 bis 2011 am gegenüberliegenden Schweizer Ufer ein neues Kraftwerk gebaut, das wohl letzte große in Europa. Das alte wurde 2011 unter heftigem Protest rückgebaut.

Verein Haus Salmegg

Rathaus Rheinfelden Kirchplatz 2

79618 Rheinfelden

geöffnet von 9 – 17 Uhr

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Petite Camargue - Gebäude der kaiserlichen Fischfarm

Ausstellungsgebäude in der Petite Camargue Alsacienne.
Bâtiment d’exposition en Petite Camargue Alsacienne.
Bild/Image: petitecamarguealsacienne.com

Petite Camargue Alsacienne

Vom wilden Rhein zur Kaiserlichen Fischzucht

Dauerausstellung – Geöffnet bis November 2022 und ab März 2023

Die Ausstellung bietet eine Entdeckungsreise über den wilden Rhein und sein Erbe in der Petite Camargue Alsacienne. Themen sind Fauna und Flora, aber auch die Aktivitäten der Menschen. Zum Rundgang gehören außerdem die historischen Gebäude der Kaiserlichen Fischzucht. Hier informiert die Ausstellung über die Bedeutung und Geschichte der Fischzucht und die künstliche Befruchtung von Fischen. Ein besonderes Thema ist der Lachs, seine Wiederansiedlung im Rhein, seine Lebenszyklen und seine Wanderung. Auch die moderne Fischzucht und die Arbeit eines Fischzüchters werden thematisiert. Ein Film informiert über die vier Jahreszeiten in der Petite Camargue Alsacienne.

In den historischen Gebäuden der Kaiserlichen Fischzucht entdecken Sie seine Entwicklung, seine Schätze und können den Film „Die 4 Jahreszeiten in der Petite Camargue Alsacienne“ anschauen.

Petite Camargue Alsacienne

petitecamarguealsacienne.com

1, rue de la Pisciculture
F – 68300 Saint-Louis

Tel.  +33 (0)3 89 89 78 59

E-Mail:  petitecamarguealsacienne
@wanadoo.fr

Mehr Infos

Öffnungszeiten: Samstag 13:30 – 17:30 Uhr und Sonntag und an Feiertagen 10-12:30 und 13:30 bis 17:30 Uhr.

Alte hölzerne Wiesebrücke von Schophheim um 1900

Die Schopfheimer Wiesebrücke um 1900.
Le pont de la Wiese à Schopfheim vers 1900.
Bild/Image: Archiv der Stadt Schopfheim

Stadtmuseum Schopfheim

Die Wiese und der Rhein

20. November 2022 bis 02. April 2023

Flüsse bilden mit ihren kleinen und großen Nebenflüssen ein komplexes ökologisches und landschaftsbildendes System, in dem der Austausch keineswegs nur stromabwärts geschieht.
Vier Ausstellungsbereiche thematisieren die Beziehung zwischen Rhein und Wiese und den Menschen dieser Flusslandschaften

So formte der Schotterfächer der Wiese das heutige Rheinknie in Basel.

Bauholz aus dem Schwarzwald erreichte bis ins 18. Jh. die Rheinmetropole über die Wieseflößerei.

Wanderfische, wie der Lachs, zogen bis ins 19. Jh. zahlreich die Wiese hinauf. Sie galt als besonders fischreiches Gewässer.

Johann Gottfried Tulla begradigte die Wiese zwischen Stetten und Hausen einige Jahre vor seiner berühmten Rheinkorrektion.

Stadtmuseum Schopfheim

Wallstraße 10
79650 Schopfheim

Telefon Museum: 07622/ 63750

Museumsbüro: 07622/ 396-142

Öffnungszeiten: Mi. 14:00 – 17:00 Uhr, Sa. 10:00 – 17:00 Uhr, So. 11:00 – 17:00 Uhr

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Zoologisches Museum Straßburg: so soll die Ausstellung aussehen

Blick in den ersten Raum der geplanten Ausstellung des Zoologischen Museums über die Ökosysteme des Oberrheins.
Vue de la première salle de la future exposition du Musée Zoologique, sur les écosystèmes du Rhin supérieur.
Bild/Image: ONEBLOCK.CITY pour dUCKS SCENO/FREAKS

Zoologisches Museum

Auf Entdeckungsreise durch die Ökosysteme des Oberrheins
Geplante Eröffnung: Anfang 2024

Anlässlich seiner Wiedereröffnung nach der Renovierung präsentiert das Zoologische Museum Straßburg eine Ausstellung, die sich auf eine oft verkannte, aber wichtige Facette des Oberrheins konzentriert: seine spezifischen Ökosysteme und deren Entwicklung. Der Rundgang ist eine Einladung, die Wunder der Natur in der Nähe des eigenen Wohnortes zu entdecken, aber auch die ökologischen, kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen zu verstehen, die mit dem Fluss und seinen Ökosystemen verbunden sind. Die Ausstellung wurde von den Museen der Stadt Straßburg und dem Jardin des sciences der Universität Straßburg konzipiert; die Texte sind auf Französisch, Deutsch und Englisch verfügbar.

Zoologisches Museum

29, boulevard de la Victoire

67000 Straßburg
Tel.: +33 (0)3 68 98 51 60

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Hakenkreuzflagge und Gallischer Hahn über der Rheinbrücke zwischen Straßburg und Kehl, Fotographie, ca. 1935.
Confrontation entre le drapeau nazi et le coq placé au-dessus du pont reliant Strasbourg et Kehl, photographie ca 1935.
Bild/Image: Coll. particullère

Nationale und Universitätsbibliothek

NS-Zeit am Oberrhein Auftakt – Annexion – Erinnerung

15. September 2022 – 15. Januar 2023

Die Ausstellung „Nationalsozialismus Gegenüber“ nimmt die Besuchenden mit auf eine Reise durch die dunkelste Zeit des 20. Jahrhunderts.

Sie stützt sich dabei auf die jüngste wissenschaftliche Geschichtsforschung zu Fragen der NS-Ideologie und greift dabei einige bisher noch wenig untersuchte Themen auf: Wie wurde der Nationalsozialismus im Elsass und in einem großen Teil Ostfrankreichs in der Zwischenkriegszeit und während des Zweiten Weltkriegs erlebt? Wie wirkt dies heute in der Erinnerung und in der historischen Forschung nach?

Seit einigen Jahren ist die Geschichtsschreibung über die Zeit des Zweiten Weltkriegs in einer tiefgreifenden Erneuerung begriffen. Studien befassen sich mit den psychologischen und intellektuellen Mechanismen des vom Nationalsozialismus errichteten Systems. In Frankreich greifen u. a. Christian Ingrao und Johann Chapoutot diese Aspekte auf.

Im Elsass wird die Geschichtsschreibung ebenfalls revidiert: Die Recherchen von Catherine Maurer und ihren Studenten sowie die Forschungen im Zusammenhang mit der Geschichte der Reichsuniversität tragen dazu bei.

Die Ausstellung führt durch mehrere chronologische Themenblöcke:

Vor dem 2. Weltkrieg:

  • Wie wurde die Rheingrenze vor 1940 von deutscher und französischer Seite wahrgenommen und wie veränderte sich dies?
  • Wie wurde im Elsass der Aufstieg des Nationalsozialismus wahrgenommen?
  • Wie baute das NS-Regime diese Region in seine Pläne ein?

Während des 2. Weltkriegs:

  • Wie wurde das Elsass während des Krieges in die nationalsozialistische Volksgemeinschaft integriert? Welche Folgen hatte dies?

Nach dem. 2. Weltkrieg:

  • Wie verhielt es sich nach dem Krieg, als man offiziell auf der Seite der Sieger stand? Wie ging man mit Annexion, Kollaboration, und Zwangseingliederung um?Welche Gerechtigkeit gibt es für die Opfer und Kollaborateure?
  • Welche Themen müssen noch erforscht werden?
  • Mit welchen Fragen beschäftigen sich die Historiker heute?

Universitätsbibliothek Straßburg

6, place de la République
67000 Straßburg

Tel.: +33 3 88 25 28 00

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Stauwehr in Märkt (Weil am Rhein) während des Hochwassers im Sommer 2021. Fotograf: B. Wißgott

Stauwehr in Märkt (Weil am Rhein) während des Hochwassers im Sommer 2021.
Barrage de Kembs lors de la crue de l‘été 2021.
Bild/Image: B. Wißgott

Weil am Rhein
Museum am Lindenplatz

Lebensader: Rhein im Wandel
22. Januar 2023 – 15. Oktober 2023

Einst war der Rhein ein verzweigter Strom mit Sandbänken und Schilfbewuchs. Industrialisierung, Rheinhafen sowie der Ausbau zu einer zentralen Verkehrsstraße haben den Strom entmythisiert. Für viele blieb der Rhein aber nach wie vor ein romantischer Sehnsuchtsort, wie Rheinmotive aus der städtischen Kunstsammlung zeigen. Der Rhein ist seit jeher ein ambivalenter Lebensraum: er ist durch den Menschen bedroht und gilt selbst als Bedrohung. Hochwasserschutz, Artenschutz, Mikroplastik und Klimawandel sind die großen Zukunftsfragen des 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung richtet den Fokus gezielt auf Probleme, Herausforderungen und Umweltschutz-Projekte in Weil am Rhein und der nahen Umgebung.

Museum am Lindenplatz 
Lindenplatz/Bläsiring  
79576 Weil am Rhein (Altweil)

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Öffnungszeiten: Sa 15-18 Uhr, Sonn-/ Feiertags 14-18 Uhr

Am Wasser - Ausstellung Weiler Textilgeschichte

Museum Weiler Textilgeschichte

Am Wasser. Eine Fotoausstellung
9. November 2022 – 26. März 2023

Gewässer haben die Menschheit seit jeher fasziniert. Schon die Namen einiger Städte – wie auch bei Weil am Rhein – heben die Bedeutung des Flusses hervor. Anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Weil am Rhein (D) und Huningue (F) zeigen passionierte Fotografen aus dem Dreiländereck mit ihrem Verein Photo Club du Rhin (F) eine Ausstellung zum Thema Wasser. In der im Originalzustand erhaltene Schlosserei und Schreinerei der ehemaligen Seidenweberei Schwarzenbach werden verschiedene Fotografien rund um das Leben am Fluss präsentiert. Bei diesem Projekt handelt es sich um eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Kulturabteilungen der Städte Weil am Rhein und Huningue.

Museum Weiler Textilgeschichte

Am Kesselhaus 23
79576 Weil am Rhein

Telefon: +49 7621 70 44 16

Öffnungszeiten: So 14-18 Uhr

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Plakat zur Präsentation

Plakat zur Präsentation „NIBEL RHEIN. Der Rhein in den Dichtungen der Nibelungensage“.
Affiche „Nibel Rhein“: le Rhin dans les poèmes des Nibelungen.
Bild/Image: Nibelungenmuseum Worms

Nibelungenmuseum Worms

NIBEL RHEIN. Der Rhein in den Dichtungen der Nibelungensage
25. November 2022 bis 21. Mai 2023

Siegfried reist von Xanten den Rhein hinauf, um die schöne Kriemhild in Worms zu freien. Rheinabwärts fährt er später, um seinem künftigen Schwager Gunther im Kampf um Brünhild zur Seite zu stehen. Sterben wird der Held jenseits des Rheins. Und der Schatz, den er einst den Nibelungen abgenommen hat, verschwindet auf Nimmerwiedersehen – natürlich – im Rhein.

Der „Rhein“ spielt in der Nibelungendichtung eine bedeutende Rolle. In Wagners Adaption erhält er sogar seine eigene Musik und wird gleich zu Beginn der ersten Oper „Das Rheingold“ Schauplatz des Geschehens: Auf dem Grund des Flusses schwimmen die drei Rheintöchter noch nichts vom kommenden Unheil ahnend, ihr „Wa-ga-la wei-a“ singend durch die Fluten des Rheins.

Gemeinsam mit der Nibelungenlied-Gesellschaft geht das Nibelungenmuseum Worms dem Doppelphänomen „NIBEL RHEIN“ auf den (Sagen-)Grund und lädt seine Gäste zu einem literarisch-musikalischen „Tauchgang“ ein.

NIBELUNGENMUSEUM WORMS

Fischerpförtchen 10,
67547 Worms

Telefon: +49 6241853-4120
nibelungenmuseum@worms.de

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Öffnungszeiten: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa u. So 10-18 Uhr

Mitmachen

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Museen, die Interesse haben, sich mit einer eigenen Ausstellung an der Ausstellungsreihe zu beteiligen, sind eingeladen mit uns Kontakt aufzunehmen.
Bitte wenden Sie sich dazu an Lenita Claassen: l.claassen@loerrach.de

Kontakt

Netzwerk Museen
Koordinationsstelle Dreiländermuseum
Basler Straße 143
D-79540 Lörrach

Projektleiter
Markus Moehring

museum@loerrach.de
+49 7621 415-150

 

Über den aktuellen Stand des laufenden Projektes und in einem Brainstorming zu möglichen Themen für die nächste trinationale Ausstellungsreihe 2026/27 tauschen sich interessierte Museumsvertreter aus auf der nächsten Arbeitssitzung im Dreiländermuseum

am Dienstag, 21. März 2023, 11-17 Uhr.

 

Museen, die an einer Teilnahme interessiert sind, wenden Sie bitte an die Koordinationsstelle im Dreiländermuseum.

 

Broschüre

Hier können Sie die Broschüre zur Ausstellungsreihe „Der Rhein“ downloaden