Eine Ausstellung des Vereins Bildende Kunst Lörrach e.V.
Mit Arbeiten von Elisabeth Endres, Heike Jeschonnek, Emmanuel Henninger und Günter Pfeifer.
Der Verein Bildende Kunst Lörrach e.V. lädt in seiner Winter-Ausstellung im Dreiländermuseum dazu ein, sich mit dem Wesen der Zeichnung – der Komposition, die über das reine Abbilden hinaus in neue Ahnungs- und Bewusstseinswelten führen kann – auseinanderzusetzen. Unter dem Titel „Zeich(n)en“ zeigen Elisabeth Endres, Heike Jeschonnek, Emmanuel Henninger und Günter Pfeifer ihre Werke, die das Wesen der Zeichnung und ihre tiefere symbolische Bedeutung erforschen.
Bereits in den frühen Kulturen verschmolzen Zeichen und Zeichnungen mit spirituellen und existenziellen Bedeutungen. Vom ersten Ritzabdruck in der Steinzeit bis zur modernen Kunst reflektiert die Zeichnung stets weit mehr als das sichtbare Abbild. Sie öffnet Räume für Assoziationen, Deutungen und tiefere Bewusstseinswelten, in denen der reale Gegenstand zum Symbol für ein größeres, universelles Verständnis wird.
Die Ausstellung präsentiert Werke, die diesen Zauber des „Gleichzeitigen“ einfangen: Sie zeigen nicht nur die präzise Abbildung der Welt, sondern auch deren vielschichtige Deutungen. Die Zeichnung als Kunstform verweist auf mehr als nur das Sichtbare – sie öffnet einen Dialog zwischen der äußeren Realität und den inneren Welten des Betrachters.
28. Juni 2025 – 25. Januar 2026
Zum 100. Todestag zeigten Museen in Ötlingen, Weil am Rhein, Müllheim i.M., Kandern und Lörrach Ausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Ausgehend von seinem Studium an der Großherzoglich Badischen Kunstschule Karlsruhe erarbeitete sich Hermann Daur (1870-1925) einen eigenen, charakteristischen Stil. Dazu trug sein Aufenthalt in der Malschule Neu-Dachau unter Adolf Hölzel bei, mit dessen Lehre sich eine Harmonisierung der Naturfarben und eine Vereinfachung der Naturformen verband. In Folge gab Daur seine Motive vermehrt in einer großzügigen, auf Details verzichtenden Malweise wieder.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Landschaften innerhalb seines Schaffens, die in ihrer Reduktion außerordentlich modern wirken.
Nach seinem frühen Tod 1925 konnte das damalige Heimatmuseum Lörrach den künstlerischen Nachlass mit Unterstützung aus der ganzen Region erwerben.