Zum zwölften Mal fand das inklusive Kunstprojekt „Inspiration“ im Museum in Lörrach statt. Dieses Jahr widmete es sich dem Thema Tiere. Teilnehmende aus dem ganzen Dreiländereck ließen sich von Tiergemälden aus der Sammlung des Museums zu einem eigenen Werk inspirieren.
Wer die Ausstellung betrat, befand sich mitten in einem fantasievollen und bunten Tierreich: Ein Fabelwesen entstand aus einer Linie, ein anderes aus einem Feuerwerk an Farben. Stolze Löwen, schüchterne Eulen, Unterwasserwelten, geliebte Pferde, ausdrucksstark, spielerisch, ernst, vertraut oder exotisch, realistisch oder rätselhaft traten zueinander in Beziehung und fingen wie von selbst an Geschichten zu erzählen. Die Kreativität wirkte ansteckend!
Inspiration 12 wurde dieses Jahr großzügig unterstützt vom Trinationalen Eurodistrict Basel, von der Barbara Carl Stiftung, von direct help better future, Werkstätten für Kindergartengruppen, Grundschulklassen.
Eine Ausstellung des Vereins Bildende Kunst Lörrach e.V.
Mit Arbeiten von Elisabeth Endres, Heike Jeschonnek, Emmanuel Henninger und Günter Pfeifer.
Der Verein Bildende Kunst Lörrach e.V. lädt in seiner Winter-Ausstellung im Dreiländermuseum dazu ein, sich mit dem Wesen der Zeichnung – der Komposition, die über das reine Abbilden hinaus in neue Ahnungs- und Bewusstseinswelten führen kann – auseinanderzusetzen. Unter dem Titel „Zeich(n)en“ zeigen Elisabeth Endres, Heike Jeschonnek, Emmanuel Henninger und Günter Pfeifer ihre Werke, die das Wesen der Zeichnung und ihre tiefere symbolische Bedeutung erforschen.
Bereits in den frühen Kulturen verschmolzen Zeichen und Zeichnungen mit spirituellen und existenziellen Bedeutungen. Vom ersten Ritzabdruck in der Steinzeit bis zur modernen Kunst reflektiert die Zeichnung stets weit mehr als das sichtbare Abbild. Sie öffnet Räume für Assoziationen, Deutungen und tiefere Bewusstseinswelten, in denen der reale Gegenstand zum Symbol für ein größeres, universelles Verständnis wird.
Die Ausstellung präsentiert Werke, die diesen Zauber des „Gleichzeitigen“ einfangen: Sie zeigen nicht nur die präzise Abbildung der Welt, sondern auch deren vielschichtige Deutungen. Die Zeichnung als Kunstform verweist auf mehr als nur das Sichtbare – sie öffnet einen Dialog zwischen der äußeren Realität und den inneren Welten des Betrachters.
28. Juni 2025 – 25. Januar 2026
Zum 100. Todestag zeigten Museen in Ötlingen, Weil am Rhein, Müllheim i.M., Kandern und Lörrach Ausstellungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten.
Ausgehend von seinem Studium an der Großherzoglich Badischen Kunstschule Karlsruhe erarbeitete sich Hermann Daur (1870-1925) einen eigenen, charakteristischen Stil. Dazu trug sein Aufenthalt in der Malschule Neu-Dachau unter Adolf Hölzel bei, mit dessen Lehre sich eine Harmonisierung der Naturfarben und eine Vereinfachung der Naturformen verband. In Folge gab Daur seine Motive vermehrt in einer großzügigen, auf Details verzichtenden Malweise wieder.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Landschaften innerhalb seines Schaffens, die in ihrer Reduktion außerordentlich modern wirken.
Nach seinem frühen Tod 1925 konnte das damalige Heimatmuseum Lörrach den künstlerischen Nachlass mit Unterstützung aus der ganzen Region erwerben.
27. Januar – 01. März 2026
Manfred Weil (1920–2015) stammte aus einer jüdischen Familie aus Breisach und Eichstetten. Er überlebte den Holocaust und ließ sich nach dem Krieg in Bonn nieder. Nach dem Studium an den Kölner Werkschulen war er als Maler, Grafiker und Lehrer tätig.
Sein grafisches und malerisches Werk zeichnet sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus: von politischen Karikaturen und biblischen Motiven über Gebrauchsgrafik in den frühen Jahren bis hin zu Porträts, Stillleben und Landschaften. Trotz oder gerade wegen seiner schweren Erfahrungen der Verfolgung und Flucht, war Manfred Weil entschlossen, in seiner Kunst besonders die schönen Seiten des Lebens widerzuspiegeln: „Man kann sich doch nicht immer zerknirschen, ich hab‘ ja einen ausgeprägten Lebenswillen!“ so sagt er am Ende des Kinofilmes, in dem er seine Geschichte des Überlebens in der Zeit der Schoah erzählt.
In Lörrach war eine Auswahl seiner Arbeiten zu sehen, die sowohl sein künstlerisches Talent als auch sein bewegtes Leben dokumentiert.
Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2026 zeigte das Dreiländermuseum im Hebelsaal die Ausstellung „Manfred Weil: Leben!“ als Kooperation mit dem Burghof Lörrach.