Das Dreiländermuseum verfügt über zwei Bereiche für Wechselausstellungen. Im 1. OG finden auf 400 qm die großen Sonderausstellungen statt.
Im Hebelsaal im Erdgeschoss, wo auch Veranstaltungen stattfinden, werden kleinere Ausstellungen gezeigt, die kostenfrei besucht werden können.
Seit mehreren Jahrzehnten erobern Graffiti und Street Art den öffentlichen Raum, auch in der Dreiländerregion. Sind sie Ausdruck urbaner Kreativität oder, wie manche finden, bloße Schmierereien?
Lörrachs „Open Bridge“ unter der Autobahnbrücke im Grütt-Park bietet seit 2010 eine legale Plattform für Graffiti-Kunst. Ausgehend von dieser lebendigen Szene dokumentiert der Fotograf Martin Schulte-Kellinghaus mit ausgewählten Bildern die Entwicklung der Kunstform – von den frühen 1980er Jahren bis zu den heutigen Murals und urbanen Projekten.
Die Ausstellung thematisiert, wie Graffiti vom illegalen Akt zu einer anerkannten Kunstform wurde und gibt einen Einblick in die verschiedenen Facetten dieser Kunst: von den ersten Graffitis in Zürich und Basel bis zu aktuellen Projekten von Mannheim über Mulhouse bis Lörrach. Dabei werden auch die Wurzeln der modernen Graffiti-Kultur in den USA sichtbar – im Zentrum steht jedoch ihre Entfaltung in der Dreiländerregion am Oberrhein seit den frühen 1980er Jahren.
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Exkursionen und interaktiven Aktionen lädt die Besucher ein, die Kunstform selbst zu entdecken.
Ausstellung des Vereins für Bildende Kunst im Dreiländermuseum Lörrach
Was darf Kunst? Was soll sie? Und warum wird sie manchmal geliebt, manchmal gefürchtet?
Die neue Ausstellung des Vereins Bildende Kunst Lörrach e.V. (VBK) im Dreiländermuseum widmet sich der Freiheit der Kunst als zentralem Motor gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Wo Kunst provoziert, irritiert oder mit feinem Humor Gewohntes infrage stellt, entstehen neue Perspektiven und offene Denk-Räume.
Freie Kunst entzieht sich Kontrolle, hinterfragt Machtstrukturen und macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt – sei es durch Ironie, Satire oder leise Zwischentöne. Gerade darin liegt ihre verbindende Kraft. Der VBK lädt zu einer Ausstellung ein, die Reibung zulässt und den Dialog sucht.
Kuratiert von Jürgen Armbrecht, Marga Golz, Ellen Mosbacher und Petra van Veen.
Der Lörracher Chor ist einer der ältesten Konzertchöre Deutschlands. In der Ausstellung im Hebelsaal wird die Geschichte des Chores lebendig – ein faszinierender Blick auf ein Jahrhundert voller musikalischer Höhepunkte und leidenschaftlicher Chormusik. In der langen Chorgeschichte haben nur vier Dirigenten das Profil geprägt – in der Ausstellung wird auf die Lörracher Musikgeschichte in sehr vielfältigen Zeiten und unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen eingegangen.
Menschen sind seit Jahrhunderten unterwegs. Dabei verlassen, wechseln oder gründen sie Orte, die sie ihr Zuhause nennen. Sie überschreiten Grenzen und beginnen an anderen Orten ein neues Leben. Auch die
Geschichte des Dreiländerecks ist geprägt von individuellen Migrationsgeschichten, die vom Aufbruch, von Flucht und Vertreibung und vom Ankommen in der Region erzählen. Die Gründe für die Migration
sind dabei so vielseitig, wie die Personen hinter den Geschichten selbst. Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Geschichte und Gegenwart der Migration und thematisiert mit rund 200 Exponaten und
einem umfangreichen Rahmenprogramm Migrationsgeschichten aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich.
„Zuhause – unterwegs“ ist die Überblicksausstellung des Projekts „Zuhause – unterwegs. Ici et ailleurs“ im Rahmen des Netzwerks Museen 2026/27. Insgesamt sind 26 Ausstellungen in Deutschland, Frankreich
und der Schweiz geplant, an denen 25 Museen beteiligt sind. Jedes Museum bringt eine eigene Ausstellung in die Reihe ein. Die Koordination liegt beim Dreiländermuseum, das die Zusammenarbeit der beteiligten Häuser unterstützt.
Mehr Informationen zur grenzüberschreitenden Ausstellungsreihe finden Sie im Netzwerk Museen