Die Sonderausstellungen

Das Dreiländermuseum verfügt über zwei Bereiche für Wechselausstellungen. Im 1. OG finden auf 400 qm die großen Sonderausstellungen statt.

Im Hebelsaal im Erdgeschoss, wo auch Veranstaltungen stattfinden, werden kleinere Ausstellungen gezeigt, die kostenfrei besucht werden können.

Der Rhein

12. November 2022 bis 2. Juli 2023

Eduard Tenner, Isteiner Klotz, Öl auf Leinwand, 1875, Sammlung DLM BKVer 25

Der Oberrhein und seine Ebene prägt die Landschaft zwischen Schwarzwald, Vogesen und Schweizer Jura. Seinen Charakter änderte der Fluss im Laufe der Jahrhunderte fundamental. Aber immer blieb er eine wichtige Lebensader und Verkehrsachse. Grenzen und Kriege um den Fluss trennten Menschen, meist aber verband der Rhein die Bevölkerung auf beiden Seiten seines Ufers.

Die Ausstellung des Dreiländermuseums gibt einen Überblick zum Oberrhein, seiner Geschichte und seiner Bedeutung für das Leben und die Kultur der Menschen. Ein Schwerpunkt gilt dem national unterschiedlichen Blick: In Deutschland entwickelte sich „Vater Rhein“ zur Personifikation eines urdeutschen Flusses, die „Wacht am Rhein“ wurde als nationale Aufgabe stilisiert. Frankreich sah seit dem 17. Jahrhundert im Flusslauf eine Linie, die die natürliche Ostgrenze des Landes bilden müsse. Das schweizerische Basel mit seiner alten Rheinbrücke entwickelte sich zu beiden Seiten des Flusses.

Die Ausstellung präsentiert in deutscher und französischer Sprache auf rund 400 m² über 200 Exponate aus der Sammlung des Dreiländermuseums. Auch der reich bebilderte Ausstellungskatalog ist zweisprachig. Gemälde und Literatur erinnern an die Rheinromantik. Grafiken und Karten zeigen den Fluss, seine Nutzung und die gewaltigen Veränderungen durch Begradigung und Kanalisierung. Naturkundliche Exponate beleuchten Erdgeschichte und Ökologie. Dokumente erinnern an historische Krisensituationen. Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit über 50 Veranstaltungen und ein vielseitiges museumspädagogisches Angebot.

Im Hebelsaal: Trinationale Metropolregion Oberrhein (TMO) – Drei Länder. Ein Lebensraum. Grenzenlose Vielfalt.

12. November 2022 – 26. Februar 2023

Foto: Michael Sesiani

Das deutsch-französisch-schweizerische Oberrheingebiet ist ein gemeinsamer Lebensraum, wo unterschiedliche Kulturen und Traditionen kein Hindernis darstellen, sondern einen Reichtum im Herzen Europas begründen. Die TMO ist als Kooperationsplattform für die Grenzregion einzigartig. Hier arbeiten Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft eng zusammen, um die Zukunft des Oberrheins als unverwechselbare Region in Europa nachhaltig und innovativ zu gestalten. Menschen
aus drei Ländern berichten: Wie entstand der Wunsch grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten? Was bedeutet die Zusammenarbeit für den Alltag? Außerdem wagt die Ausstellung einen Blick in die Zukunft der Region am Oberrhein!

Im Hebelsaal: Zusammen fließen – Inspirationen zum Rhein

4. März 2023 – 28. Mai 2023

Karl Gerstner, Fischer am Rhein, Öl auf Leinwand, 1981. Sammlung DLM BKGe 16

Der Wunsch, eine Empfindung zu vermitteln, steht oft am Beginn künstlerischen Schaffens. Dies ist auch Grundlage des inklusiven Kunstprojektes „Inspiration“, das seit 2013 jährlich im Dreiländermuseum stattfindet. Menschen mit Beeinträchtigung aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz wählen Kunstwerke aus der Lörracher Museumssammlung als Inspirationsquellen aus, um selbst künstlerisch tätig zu werden. Ausgabe 9 widmet sich dem Rhein. Die Ausstellung zeigt die ausgewählten Originale und davon inspirierte Arbeiten, die in inklusiven Einrichtungen in den drei Ländern entstanden. Es entsteht ein lebendiger Dialog zwischen den Museumswerken, den Neuschöpfungen, den Kreativen und den Betrachtern.