Das Dreiländermuseum verfügt über zwei Bereiche für Wechselausstellungen. Im 1. OG finden auf 400 qm die großen Sonderausstellungen statt.

Im Hebelsaal im Erdgeschoss, wo auch Veranstaltungen stattfinden, werden kleinere Ausstellungen gezeigt, die kostenfrei besucht werden können.

Legal – Illegal. Graffiti, Street Art & Murals

22. April - 12. Juli .2026

Seit mehreren Jahrzehnten erobern Graffiti und Street Art den öffentlichen Raum, auch in der Dreiländerregion. Sind sie Ausdruck urbaner Kreativität oder, wie manche finden, bloße Schmierereien?

Lörrachs „Open Bridge“ unter der Autobahnbrücke im Grütt-Park bietet seit 2010 eine legale Plattform für Graffiti-Kunst. Ausgehend von dieser lebendigen Szene dokumentiert der Fotograf Martin Schulte-Kellinghaus mit ausgewählten Bildern die Entwicklung der Kunstform – von den frühen 1980er Jahren bis zu den heutigen Murals und urbanen Projekten.

Die Ausstellung thematisiert, wie Graffiti vom illegalen Akt zu einer anerkannten Kunstform wurde und gibt einen Einblick in die verschiedenen Facetten dieser Kunst: von den ersten Graffitis in Zürich und Basel bis zu aktuellen Projekten von Mannheim über Mulhouse bis Lörrach. Dabei werden auch die Wurzeln der modernen Graffiti-Kultur in den USA sichtbar – im Zentrum steht jedoch ihre Entfaltung in der Dreiländerregion am Oberrhein seit den frühen 1980er Jahren.

Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Exkursionen und interaktiven Aktionen lädt die Besucher ein, die Kunstform selbst zu entdecken.

Im Hebelsaal: Burg Rötteln – Neue Methoden in der Archäologie

27. März - 14. Juni 2026

Zum Interreg-Projekt ‚Burgen am Oberrhein‘ der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg (SSG) und der Collectivité européenne d’Alsace (CeA) entstand diese Ausstellung, die in Lörrach als Doppelausstellung auf Burg Rötteln und im Dreiländermuseum zu sehen ist.

Während auf der Burg Rötteln die Grabungsergebnisse des Projekts, von verschiedenen Burgen am Oberrhein, gezeigt werden, liegt der Schwerpunkt der Hebelsaal-Ausstellung im Dreiländermuseum bei den modernen Methoden der Archäologie.

Sie haben besonders für die Frühgeschichte der Burg Rötteln, mit der Lage der Ringmauer, des Küchenareals und der Kapelle, wichtige neue Erkenntnisse erbracht.

In 4 begleitenden Vorträgen im Dreiländermuseum werden neue Methoden der Grabung und (14.04., 28.04., 12.05. und 02.06.2026, jeweils 18 Uhr) ihrer Dokumentation, der Geophysik sowie der Tierknochen- und Metallanalyse vorgestellt.

Eintritt im Hebelsaal frei!

Kunst ist frei - geliebt, verpönt, gefürchtet

25. Juli bis 30. August 2026

Ausstellung des Vereins für Bildende Kunst im Dreiländermuseum Lörrach

Was darf Kunst? Was soll sie? Und warum wird sie manchmal geliebt, manchmal gefürchtet?
Die neue Ausstellung des Vereins Bildende Kunst Lörrach e.V. (VBK) im Dreiländermuseum widmet sich der Freiheit der Kunst als zentralem Motor gesellschaftlicher Auseinandersetzung. Wo Kunst provoziert, irritiert oder mit feinem Humor Gewohntes infrage stellt, entstehen neue Perspektiven und offene Denk-Räume.

Freie Kunst entzieht sich Kontrolle, hinterfragt Machtstrukturen und macht sichtbar, was sonst verborgen bleibt – sei es durch Ironie, Satire oder leise Zwischentöne. Gerade darin liegt ihre verbindende Kraft. Der VBK lädt zu einer Ausstellung ein, die Reibung zulässt und den Dialog sucht.

Kuratiert von Jürgen Armbrecht, Marga Golz, Ellen Mosbacher und Petra van Veen.

Im Hebelsaal: "Wenn der Töne Zauber walten..."

100 Jahre Motettenchor Lörrach

20. Juni - 8. November 2026

Der Lörracher Chor ist einer der ältesten Konzertchöre Deutschlands. In der Ausstellung im Hebelsaal wird die Geschichte des Chores lebendig – ein faszinierender Blick auf ein Jahrhundert voller musikalischer Höhepunkte und leidenschaftlicher Chormusik. In der langen Chorgeschichte haben nur vier Dirigenten das Profil geprägt – in der Ausstellung wird auf die Lörracher Musikgeschichte in sehr vielfältigen Zeiten und unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingungen eingegangen.