Das Dreiländermuseum verfügt über zwei Bereiche für Wechselausstellungen. Im 1. OG finden auf 400 qm die großen Sonderausstellungen statt.
Im Hebelsaal im Erdgeschoss, wo auch Veranstaltungen stattfinden, werden kleinere Ausstellungen gezeigt, die kostenfrei besucht werden können.
Zum zwölften Mal findet das inklusive Kunstprojekt „Inspiration“ im Museum in Lörrach statt. Dieses Jahr widmet es sich dem Thema Tiere. Teilnehmende aus dem ganzen Dreiländereck haben Tiergemälde aus der Sammlung des Museums betrachtet und sich davon zu einem eigenen Werk inspirieren lassen.
Wer die Ausstellung betritt, befindet sich mitten in einem fantasievollen und bunten Tierreich: Ein Fabelwesen entsteht aus einer Linie, ein anderes aus einem Feuerwerk an Farben. Stolze Löwen, schüchterne Eulen, Unterwasserwelten, geliebte Pferde, ausdrucksstark, spielerisch, ernst, vertraut oder exotisch, realistisch oder rätselhaft treten zueinander in Beziehung und fangen wie von selbst an Geschichten zu erzählen. Die Kreativität wirkt ansteckend!
Inspiration 12 ist dieses Jahr großzügig unterstützt
Werkstätten für Kindergartengruppen, Grundschulklassen
Dank der großzügigen Unterstützung der Barbara Carl Stiftung, des Vereins „direct help better future” und des Trinationalen Eurodistricts Basel bieten wir Ihnen jeden Dienstag- und Donnerstagvormittag von 9.00 bis 12.00 Uhr kostenlose Werkstätten an.
Unter Anleitung einer Pädagogin entdecken die Kinder die ausgestellten Tierbilder, kommentieren sie und lassen sich davon inspirieren, um ihrerseits ein individuelles oder gemeinschaftliches Werk zu schaffen, das ebenfalls bis zum 5. April 2026 ausgestellt wird.
Geführte Rundgänge für alle interessierte Gruppen
Manfred Weil (1920–2015) stammte aus einer jüdischen Familie aus Breisach und Eichstetten. Er überlebte den Holocaust und ließ sich nach dem Krieg in Bonn nieder. Nach dem Studium an den Kölner Werkschulen war er als Maler, Grafiker und Lehrer tätig.
Sein grafisches und malerisches Werk zeichnet sich durch eine beeindruckende Vielfalt aus: von politischen Karikaturen und biblischen Motiven über Gebrauchsgrafik in den frühen Jahren bis hin zu Porträts, Stillleben und Landschaften. Trotz oder gerade wegen seiner schweren Erfahrungen der Verfolgung und Flucht, war Manfred Weil entschlossen, in seiner Kunst besonders die schönen Seiten des Lebens widerzuspiegeln: „Man kann sich doch nicht immer zerknirschen, ich hab‘ ja einen ausgeprägten Lebenswillen!“ so sagt er am Ende des Kinofilmes, in dem er seine Geschichte des Überlebens in der Zeit der Schoah erzählt.
In Lörrach ist eine Auswahl seiner Arbeiten zu sehen, die sowohl sein künstlerisches Talent als auch sein bewegtes Leben dokumentiert.
Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27. Januar 2026 zeigt das Dreiländermuseum im Hebelsaal die Ausstellung „Manfred Weil: Leben!“ als Kooperation mit dem Burghof Lörrach.
Eintritt frei.
Die Ausstellung zeigt die Entwicklung von Graffiti und Street Art im Dreiländereck.
Lörrachs „Open Bridge“ unter der Autobahnbrücke im Grütt-Park bietet seit 2010 eine legale Plattform für Graffiti-Kunst. Ausgehend von dieser lebendigen Szene dokumentiert der Fotograf Martin Schulte-Kellinghaus mit ausgewählten Bildern die Entwicklung der Kunstform – von den frühen 1980er Jahren bis zu den heutigen Murals und urbanen Projekten.
Die Ausstellung thematisiert, wie Graffiti vom illegalen Akt zu einer anerkannten Kunstform wurde und gibt einen Einblick in die verschiedenen Facetten dieser Kunst: von den ersten Graffitis in Zürich und Basel bis zu aktuellen Projekten von Mannheim über Mulhouse bis Lörrach. Dabei werden auch die Wurzeln der modernen Graffiti-Kultur in den USA sichtbar – im Zentrum steht jedoch ihre Entfaltung in der Dreiländerregion am Oberrhein seit den frühen 1980er Jahren.
Ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen, Spray-Workshops und interaktiven Aktionen lädt die Besucher ein, die Kunstform selbst zu entdecken.